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Borussia Mönchengladbach: Adi Hütter findet Verletzungspech "sehr ärgerlich"

Plea-Diagnose steht noch aus : Hütter ärgert sich über das Verletzungspech

Noch steht nicht fest, wie schwer sich Alassane Plea beim 1:0 Borussias gegen den FC Metz am Knie verletzt hat. Doch ist es schon der fünfte Spieler aus dem Stamm, den es getroffen hat. Trainer Adi Hütter hat sich dazu geäußert.

Adi Hütter gibt sich nach außen gelassen. Doch könnte man es Borussias neuem Trainer nicht verdenken, wenn er innerlich auch mal richtig fluchen würden in diesen Tagen. Denn sein Start bei Borussia ist voller Tücken und Hindernisse. Ohnehin steht ihm ein wichtiger Teil des Kaders, die EM-Reisenden, erst ab Mitte der kommenden Woche zu Verfügung. Zudem werden wohl noch zwei, drei Spieler gehen und andere dazu kommen, was die Planungssicherheit in seinen ersten Wochen am Niederrhein ebenfalls schmälert.

Und dann ist da noch ein ärgerliches Verletzungspech, dass sich auch beim ersten Sieg seiner Gladbach-Zeit, dem 1:0 gegen den französischen Erstligisten FC Metz, fortsetzte. Denn nach 15 Minuten wurde Alassane Plea mit einer Knieverletzung vom Platz geführt. Wie schwer es den Franzosen getroffen hat, wird sich zeigen. Doch gut sah es nicht aus. Noch am Samstag gab es eine MRT-Untersuchung, Sonntag oder Montag wird es dann die Diagnose geben. Mal wieder muss Hütter eine solche abwarten. Und bisher kam oft nichts Gutes dabei heraus, in keinem Fall eine Entwarnung.

Erst traf es Breel Embolo im EM-Viertelfinale der Schweiz. Da zog er sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu, bei der auch die Sehnen in Mitleidenschaft gezogen sind. Wann er zurückkehrt, ist völlig offen. Doch bis zu drei Monate wird der Stürmer sicherlich fehlen. Manu Koné, der neue Mittelfeldmann, verletzte sich am vierten Trainingstag am Knie, er wird noch drei bis vier Wochen nicht dabei sein und so vermutlich erst nach der Länderspielpause Anfang September eine ernsthafte Option sein.

Im Trainingslager traf es dann Lars Stindl und Ramy Bensebaini, der Kapitän hat eine Außenbandzerrung im Knie, der Linksverteidiger eine Muskelverletzung im Oberschenkel. Und nun kommt Plea dazu. „Es ist sehr, sehr ärgerlich. Ich will keine Wasserstandsmeldungen abgeben, aber am Knie ist es immer gefährlich, wenn da etwas passiert. Trotzdem hoffe ich, dass es nichts Schlimmeres ist“, gestand Hütter.

Natürlich, die Verletzungen von Koné, Stindl und jetzt Plea können passieren. Die Blessur von Bensebaini stuft der Trainer als „muss nicht sein“ sein. Insgesamt kommt viel zusammen. Denn gerade jetzt, da Hütter nach der Rückkehr der EM-Fahrer in der kommenden Woche taktisch konkreter werden könnte, fehlen nun vorerst fünf Spieler, die zum Stamm des Team gehören.

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Stindl soll möglichst im letzten Test gegen den FC Groningen dabei sein, Bensebaini frühestens im Pokalspiel beim 1. FC Kaiserslautern am 9. August. Bei den anderen heißt es zunächst: Sie fehlen „bis auf Weiteres“. „Es ist nie angenehm, wenn sich ein Spieler verletzt, ob jung oder alt. Wenn es aber erfahrene Spieler sind, die der Mannschaft Stabilität geben und Führungsspieler sind, schmerzt es umso mehr“, gab Hütter zu.

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