1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: 2018 gab es ein Minus von 3,6 Millionen Euro

Europa- und DFB-Pokalspiele fehlen : Borussia schreibt erstmals seit 2011 rote Zahlen

In der Bilanz des Geschäftsjahres 2018 steht bei Borussia Mönchengladbach ein Minus von 3,6 Millionen Euro. Es fehlten im Vergleich zu 2017 die Einnahmen aus dem Europapokal und dem DFB-Pokal. Der Gesamtumsatz ist trotzdem der dritthöchste der Vereinsgeschichte.

Borussia Mönchengladbach hat zum ersten Mal seit 2011 ein Geschäftsjahr mit roten Zahlen abgeschlossen. In der Bilanz von 2018 steht unter dem Strich ein Minus von rund 3,6 Millionen Euro. Das teilten die Gladbacher am Montag mit.

2017 hatte es noch einen Gewinn von 6,5 Millionen Euro gegeben. Da aber waren die Borussen ins Europa-League-Achtelfinale und das DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen. Diese Einnahmen fehlten im folgenden Geschäftsjahr. 2018 hat es keine internationalen Spiele und das Zweitrunden-Aus im DFB-Pokal gegeben.

In der laufenden Bundesliga-Saison gehören die Borussen zu den Europa-Bewerben, derzeit sind sie Fünfter. Dass eine Europa-Teilnahme und einen längere DFB-Pokal-Geschichte nicht nur sportliche attraktiv sind, zeigt eine andere Zahl: Bei den so genannten Spielerträgen (jetzt 17,5 Millionen Euro) gibt es ein Minus von 7,7 Millionen Euro. Weniger Spiele sorgen für weniger Einnahmen.

Der Gesamtumsatz des Jahres 2018 lag bei 173 Millionen Euro. Das ist das dritthöchste Ergebnis der Vereinsgeschichte nach 2016 (197 Millionen) und 2011 (179 Millionen). Der Neubau „8 Grad“ ist in der Rechnung für 2018 noch nicht enthalten. Das Eigenkapital des Klubs beträgt aktuell 91 Millionen Euro. Für die kommende Bundesliga-Spielzeit haben die Gladbacher die Lizenz ohne Auflagen erhalten.

Der Personalaufwand des Bundesligisten ist im Vergleich zu 2017 um 4,2 Millionen auf knapp 83 Millionen gestiegen. Rund 70 Millionen Euro davon entfallen auf den Etat für den Profikader. Knapp 29 Millionen Euro nahmen die Borussen durch Transfers ein, ähnlich war es 2017. Das Gros brachte dieses Mal der Verkauf des dänischen Verteidigers Jannik Vestergaard an den englischen Erstligisten FC Southampton, das waren knapp 23 Millionen Euro. Zudem gab es Erlöse für Vincenzo Grifo, der zum Bundesliga-Konkurrenten 1899 Hoffenheim ging, und Raul Bobadilla, zu den Argentinos Juniors in Argentinien wechselte.