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Borussia Mönchengladbach: 1:3 gegen FC Augsburg nervt Florian Neuhaus

Gladbach fassungslos nach Pleite gegen Augsburg : „Das geht mir ehrlich gesagt auf die Nerven“

Borussia hat die Harmlosigkeit der vergangenen Wochen in Augsburg abgestellt und den Negativstrudel dennoch verstärkt. „Das geht mir auf die Nerven“, sagte Florian Neuhaus. Und Marco Rose scheint die Champions League am Dienstag eher als Belastung zu sehen.

Marco Roses Erklärung für die Niederlage beim FC Augsburg fiel so lapidar wie zutreffend aus: „Wir haben verloren, weil wir drei Gegentore bekommen und nur eins geschossen haben.“ Zu fassen war das angesichts des Chancenverhältnisses kaum. Mit 26:10 Torschüssen ging Borussia als Verlierer vom Platz, hinzu kam der verschossene Elfmeter von Kapitän Lars Stindl. Die Harmlosigkeit der vergangenen Wochen war zweifellos nicht das Problem in Augsburg, und dennoch verstärkte sich der Gladbacher Negativstrudel mit der sechsten Niederlage in Folge.

„Der Kopf bedingt immer auch die Beine“, sagte Trainer Rose. „Die Jungs investieren extrem viel, sind wieder mit viel Energie aufgetreten. Aber am Ende machen wir nicht die Tore und bekommen zu einfache Gegentore. Das führt dazu, dass wir seit geraumer Zeit keine Erfolgserlebnisse haben.“ Dass seine Spieler davon genervt sind und so langsam entnervt wirken, ist keine überraschende Konsequenz.

Florian Neuhaus brachte Borussia mit seinem Ausgleich in der 68. Minute hochverdient zurück ins Spiel, hätte in der 72. Minute um ein Haar sogar den Führungstreffer erzielt. Doch weitere vier Minuten später war es wieder Augsburg, das nahezu aus dem Nichts zuschlug. „Nach dem 1:1 hatte ich das Gefühl, wir könnten das Spiel drehen. Dem war nicht so, das ist unglaublich bitter und geht mir ehrlich gesagt auf die Nerven.“

Die größte Chance vergab der Kapitän, Elfmeter sind bei Stindl seit mehreren Jahren sichere Tore gewesen, doch auch auf diese Weise kam Borussia nicht zum Erfolg. „Der geht auf meine Kappe“, sagte Stindl, der den Ball kurz vor der Halbzeit am linken Pfosten vorbeigeschossen hatte. „Tut mir leid für die Truppe, weil wir so viel investiert und uns nicht belohnt haben. Nach dem Ausgleich wollten wir vielleicht zu früh zu viel, dann kriegen wir so ein Kuddelmuddel-Gegentor. Das passt momentan ins Bild. Aber wir dürfen nicht aufstecken, sondern müssen weitermachen.“

Dass der Terminkalender zunächst das Rückspiel im Achtelfinale der Königsklasse am kommenden Dienstag bei Manchester City bereithält, scheint Trainer Rose, dessen Team seit seiner Abschieds-Ankündigung vor einem Monat alles verloren hat, zu stören. Der 44-Jährige klang im Dazn-Interview, als wolle er den Fokus voll auf das nächste Auswärtsspiel in der Liga beim FC Schalke 04 legen. „Dieses Champions-League-Spiel, das wir uns letztes Jahr verdient haben, passt jetzt eigentlich nicht so in den Kragen“, sagte Rose. „Wir hätten lieber eine Trainingswoche, um uns auf die Kernaufgabe vorzubereiten, nämlich Punkte in der Bundesliga zu holen. Trotzdem werden wir nach Budapest fliegen und wollen da eine gute Leistung bringen.“

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Die hat Borussia auch in Augsburg gebracht und dennoch verloren. Deshalb trifft die Fohlen dieses 1:3 vielleicht sogar noch mehr als die Pleiten zuvor. „Das war ein Scheißtag heute“, fasste Neuhaus zusammen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Augsburg - Borussia: die Fohlen in der Einzelkritik