Borussia Mönchenbglabdach: Derby-Zeit für die U23

Startplatz bei U23-Derby gegen Köln? : Steinkötter ist ein Torjäger mit Nachholbedarf

U23-Coach Arie van Lent lobt die Entwicklung von Justin Steinkötter, sieht aber noch einiges an Verbesserungspotenzial. Gegen Köln könnte der Torjäger dennoch von Beginn an spielen.

Zehn Spieltage vor dem Saisonende steht Borussias U23 in der Regionalliga West mit 40 Zählern auf dem vierten Tabellenplatz. Das ist vor der Partie bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln am Freitagabend (19 Uhr) ein beachtliches Zwischenergebnis. Ebenso beachtlich ist aber ein anderer Umstand. Denn in keinem Team der Top-Acht hat der beste Torjäger so wenige Tore geschossen wie bei Borussia. Die interne Torjägerkrone teilen sich aktuell mit Torben Müsel und Justin Steinkötter zwei 19-Jährige. Doch auch dabei gibt es wieder ein spannendes Zahlenspiel. Denn Steinkötter hat seine fünf Treffer in nur 671 Minuten erzielt und damit weit weniger als die Hälfte von Müsels Spielzeit benötigt. Insgesamt stand er im Schnitt bei seinen 18 Einsätzen nur rund 37 Minuten auf dem Platz – so ist sein Schnitt beachtlich.

„Ich bin absolut zufrieden mit seiner Entwicklung. Besonders zuletzt hat er es wirklich gut gemacht, in Wuppertal toll für die Mannschaft gearbeitet, und es dann auch großartig angenommen, dass er gegen Kaan-Marienborn zunächst wieder einmal auf der Bank war“, sagt Trainer Arie van Lent. „Der Junge hat einen Torinstinkt, den man ihm nicht absprechen kann. Er hat natürlich auch noch Defizite, um die er weiß, wie etwa das Spiel mit dem Rücken zum Tor, aber er geht gut in die Tiefe und kann sich durchsetzen, das gefällt mir. Ihm gehört definitiv die Zukunft, wenn er weiter lernen will, was ich aber glaube.“

In Köln hat er nun die Chance, vielleicht wieder in die Startelf zu rücken, sollte Babis Makridis ausfallen, der leichte Probleme am Sprunggelenk hat. Ansonsten sieht es personell gut aus. Die zuletzt fehlenden Mika Hanraths, Ali Abu-Alfa und Tilmann Jahn stehen van Lent wieder zur Verfügung. Sicher fehlen wird nur noch Florian Mayer nach seinem Kreuzbandriss.

Die Kölner machten zuletzt immerhin mit zwei Siegen im Abstiegskampf auf sich aufmerksam, und das Team des ehemaligen Uerdinger Coaches André Pawlak hätte sicher nichts dagegen, von Platz 15 aus einen weiteren Schritt Richtung rettendes Ufer zu machen. „Sie haben schon einige gute Leute, so dass es eher überraschend ist, dass sie wieder so weit unten stehen. Ich denke, es wird ein guter Vergleich zweier Nachwuchsteams sein, in dem wir natürlich das bessere Ende für uns haben wollen“, erklärt van Lent.

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