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Borussia Mönchdengladbach: Marco Rose zeigte mit seiner Aufstellung, dass er Attacke will

Borussias offensive Aufstellung gegen Union : Roses Attacke-Ansage kam an

Borussias Trainer Marco Rose zeigte mit seiner Aufstellung gegen Union Berlin, dass er Offensive will. Die Botschaft kam an, die Borussen erzielten vier Tore. Das kann wichtig werden im Champions-League-Rennen.

Es schadet nicht, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Das hat Borussias 4:1 gegen Union Berlin gezeigt. Trainer Marco Rose hat mit seiner Aufstellung eine Botschaft an sein Team geschickt, und die war eindeutig: alles auf Attacke. Sechs der zehn Feldspieler, die gegen die „Eisernen“ zur Startformation gehörten, sind von Haus aus offensiv ausgerichtete Spieler.

Die Doppelsechs, sonst mit mindestens einem defensiver denkenden Mann bestückt, bestand gegen Union aus Jonas Hofmann und Florian Neuhaus. Neuhaus erzielte  Borussias 3000. Bundesligator  und Hofmann war an zwei Toren wesentlich in der Anbahnung beteiligt. Das galt auch für Lars Stindl den Zehner. Und jeder aus dem Sturmtrio Patrick Herrmann, Alassane Plea und Marcus Thuram sammelten Scorerpunkte ein.  Das belegt, dass ab der Viererkette ganz Gladbach nach vorn gedacht hat.

Rose hat seiner Mannschaft nach dem wenig inspirierten 0:0 beim Abstiegskandidaten Werder Bremen offenbar richtig Beine gemacht. Und ihr vor allem wohl klar gemacht: Man wird sich nicht in die Champions League taktieren, man muss bestenfalls in die Königsklasse stürmen. Das ist es, was sein Team kann, das ist es, wofür sein Fußball steht. Für Mut, Engagement und Spielkultur. Vorsicht und Zauderrei haben da eigentlich keinen Platz. Vorn ist die Champions League.

Dass Union an diesem Tag oftmals auch ein dankbarer Gegner war, spielte den Borussen in die Karten. Sie durften wie sie wollten. Aber sie machten es auch. Vor allem Marcus Thuram und Alassane Plea, die ihr ganz persönliches Scorer-Festival feierten. Das war die reine Freude.

Und wichtig. Denn was die vergangene Woche gezeigt hat ist, dass es auf jedes Tor ankommen kann. Was das angeht, haben die Borussen gegenüber Bayer aus dem Nachteil, den sie vor einer Woche noch hatten, einen Vorteil gemacht. Vier Tore stehen sie nun besser da als der Konkurrent. Das kann in der Endabrechnung sehr, sehr wichtig sein. Eines aber muss Rose in den Griff bekommen: Die Phase nach der Pause war wieder eine, in der der Gegner, den Borussia eigentlich total im Griff hatte, wieder aufkommen durfte und sogar zu seinem Tor kam. Es wurde gefühlt nochmal spannend. Solche Phasen können ein Spiel kippen lassen, wenn es ganz dumm läuft.

Doch anders als in Frankfurt hat Gladbach danach wieder konzentriert nach vorn gearbeitet und noch zweimal getroffen. „Wir wollten wieder mehr Präsenz nach vorne zeigen und mehr Wucht in unser Offensivspiel bringen, das ist uns mit vier Toren ganz gut gelungen“, sagte Neuhaus. Stimmt. Rose Attacke-Ansage ist also angekommen. Das darf gern so bleiben.