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Borussia Mönchengladbach: Borussia hofft auf Reus

Borussia Mönchengladbach : Borussia hofft auf Reus

Erst kurz vor Spielbeginn wird sich entscheiden, ob Gladbachs Offensivmotor im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund mitwirken kann. Heute wird der 22-Jährige mit der Mannschaft trainieren. Ein möglicher Ersatzmann für den Nationalspieler hat Rückenprobleme.

Selbst der Gegner wünscht gute Besserung. "Marco Reus soll wieder fit werden", sagt Dortmunds Trainer Jürgen Klopp vor dem Duell der beiden Borussias in Gladbach. "Er ist gebürtiger Dortmunder.

Für ihn ist das gegen uns ein besonderes Spiel." Die Genesungswünsche klingen sogar ehrlich — und das, obwohl eine Gladbacher Mannschaft, die mit Reus aufläuft, für den Coach des Deutschen Meisters viel schwerer auszurechnen ist. Doch ob die Aktien für die niederrheinische Borussia morgen (15.30 Uhr, Borussia-Park) durch das Mitwirken des 22-Jährigen tatsächlich steigen, steht noch in den Sternen.

Es ist der Zeh, der weiter Probleme macht. Am vergangenen Freitag brach sich der Nationalspieler beim Derby in Köln den kleinen Zeh am linken Fuß — und spielte trotz Schmerzen weiter. Nach dem Spiel wurde der Fuß sofort geschont, gestern kam der Verband erstmals ab.

Doch eine genaue Diagnose gibt es nicht. Heute wird Reus mit der Mannschaft trainieren, morgen entscheidet sich jedoch erst, ob er spielen kann. "Mit meinem Zeh ist es besser geworden. Wir werden schauen, ob es geht. Ich will natürlich gerne spielen", sagte Reus. Er könnte mit einem Spezialschuh auflaufen. "Doch das ist kein Allheilmittel. Entweder es geht — oder es geht nicht."

"Wenn er fit ist, spielt er von Anfang an", stellt Trainer Lucien Favre klar. Bei seiner obligatorischen Aufzählung der Stärken des Gegners geriet der Schweizer ordentlich ins Schwärmen. Weshalb Reus eigentlich spielen muss, um dem Meister Paroli bieten zu können. Denn Alternativen sind rar. Der logische Ersatzmann, Igor de Camargo, hat sich nach seiner Rückkehr in die Mannschaft schon wieder verletzt.

In den vergangenen beiden Tagen setzte der Brasilianer mit belgischem Pass im Training aus — der Rücken schmerzt. Eine andere Alternative ist Raul Bobadilla. Doch der Argentinier ist ein ganz anderer Spielertyp als Reus — Favre müsste zumindest die Spielweise seiner Mannschaft umstellen. Möglich, aber unwahrscheinlich ist auch die Hereinnahme von Lukas Rupp. Für ihn würde Patrick Herrmann weiter nach vorne rücken. Mit seinem Tor gegen Bremen per Kopf bewies der 20-Jährige bereits, auch im Strafraum eine gute Figur zu machen.

Bei allen Planspielen ist jedoch klar: Wenn es irgendwie geht, wird Reus spielen. In Köln biss der 22-Jährige auf die Zähne, schluckte ein paar Schmerztabletten und spielte die Partie durch. "Ich wollte unbedingt weitermachen", sagte er im Anschluss. Es ist dieser unbändige Willen, der Mannschaft zu helfen, der den Gladbachern auch für morgen Hoffnung macht. Deshalb ist sich auch Gegner-Trainer Jürgen Klopp sicher, morgen auf eine Borussia mit Marco Reus zu treffen. "Kloppo" orakelt: "Er wird gegen uns spielen."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Marco Reus

(RP/rl)