Borussia feiert Sieg und Verpflichtung von André Hahn

Borussia Mönchengladach : Borussia feiert Sieg und Verpflichtung von Hahn

Nach dem Erfolg über den Hamburger SV verkündete der Klub die Verpflichtung des Augsburger Offensivspielers.

Ein Geniestreich von Max Kruse und Raffael hat Borussia Mönchengladbach gegen den abstiegsbedrohten Hamburger SV auf die Siegerstraße gebracht. Kruse legte mit einem gefühlvollen Zuspiel in den Strafraum dem Basilianer das befreiende 2:1 auf. Nach dem 3:1-Erfolg über den HSV teilte der Bundesligist dann offiziell mit, dass André Hahn zur neuen Saison vom FC Augsburg kommt.

"Ich denke, es ist ein schöner Tag für uns alle in Mönchengladbach", sagte Sportdirektor Max Eberl. Dank des neunten Heimsieges hat Borussia im Rennen um die Europapokalplätze sechs Spiele vor Saisonende eine gute Ausgangsposition —und hat durch die Verpflichtung von Hahn ist eine wichtige Personalie für die Zukunft frühzeitig geklärt. Bis Montag hätte der 23 Jahre alte Hahn offiziell erklären müssen, ob er die in seinem bis 2016 laufenden Vertrag verankerte Ausstiegsklausel nutzt. Er bekommt in Gladbach einen Vertrag bis 2018, Borussia bekommt einen aufstrebenden jungen Spieler für drei Millionen Euro.

Vergangene Saison hatte Sportdirektor Max Eberl einen ähnlichen Deal gemacht, als er Max Kruse, der ebenfalls über eine Ausstiegsklausel verfügte, für 2,5 Millionen Euro aus Freiburg holte. "Das ist eine sehr gute Verpflichtung. André ist läuferisch und kämpferisch stark, er hat sehr gute Tore gemacht, ist auch beim Kopfball gefährlich. Es ist gut für ihn, gut für uns", sagte Trainer Lucien Favre.

"Die Verpflichtung von André Hahn heißt aber nicht, dass Juan Arango kein Thema mehr ist", versicherte Eberl. Arangos Vertrag läuft aus, und längst wird über einen bevorstehenden Wechsel nach Mexiko gesprochen.

Gladbach sticht Dortmund und Schalke aus

André Hahn gehört zu den Aufsteigern dieser Saison. Zehn Tore erzielte er für Augsburg, sieben bereitete er vor. Augsburg ist seine erste Erstligastation. Mit 23 ist er also ein relativer Spätstarter — doch einer mit guten Prognosen. Zumal Borussias Trainer Lucien Favre als Entwickler gilt, einer also, der Hahn auf die nächste Leistungsstufe bringen kann. Da auch Borussia Dortmund und Schalke 04 um Hahn buhlten, ist es durchaus ein Coup die Gladbacher. Nach Gladbach kommt Hahn als Nationalspieler, gegen Chile gehörte er erstmals zum Aufgebot des DFB. Sein Auftrag in Gladbach wird es sein, die Flügel schneller zu machen. Rechts wie links kann er spielen.

Am Sonntag hätte den Borussen einer wie Hahn gut getan. Er hat oft gute Ideen eingebracht ins Augsburger Spiel, und eben die fehlten den Mönchengladbachern über weite Strecken gegen den Abstiegskandidaten aus Hamburg, der über weite Strecken zumindest gleichwertig war.

Das Spiel der Gastgeber nach vorn lief weitgehend nach Schema F, zudem wurden in der Vorwärtsbewegung gegen die gut organisierten Hamburger zu oft zu leicht die Bälle verloren. Im ersten Durchgang führte der HSV durch das Kopfballtor von Jacques Zoua. Dass Michael Mancienne nach einem Kopfball von Alvaro Dominguez mit der Hand klärte, brachte den Borussen einen Handelfmeter ein, den Filip Daems im Nachschuss verwandelte. "Das 1:1 war wichtig für uns", sagte Favre.

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Favres Team mehr um Tormöglichkeiten, tat dies aber weiterhin zu langsam und zu uninspiriert — bis zur 75. Minute. Max Kruse spielte einen genialen Pass auf Raffael, der Brasilianer blieb cool und schoss das 2:1. Dominguez entschied das Spiel mit dem dritten Tor (78.). Borussia ist jetzt Sechster mit 45 Punkten. "Es sind noch sechs Spiele, und wir wollen das Bestmögliche erreichen", sagte Eberl. Das wäre die Qualifikation für den Europapokal. "Wir hätten nichts dagegen", gestand Eberl. Hahn sicher auch nicht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bundesliga 13/14, Gladbach - HSV: Einzelkritik

(kk)
Mehr von RP ONLINE