Addo-Nachfolge: Polanski könnte es machen

Addo-Nachfolge : Polanski könnte es machen

Der frühere Mittelfeldspieler Eugen Polanski könnte Nachfolger von Otto Addo bei der Borussia werden. Den zukünftigen Cheftrainer kennt Polanski noch aus gemeinsamen Zeiten in Mainz.

Dass Eugen Polanski einmal Trainer werden würde, hat Julian Nagelsmann, der letzte Coach in Polanskis Profi-Laufbahn, vorausgesagt. Polanski hatte zuletzt bei Nagelsmanns 1899 Hoffenheim gespielt, dort war im Sommer 2018 sein Vertrag ausgelaufen und nicht mehr verlängert worden. Danach hatte er sich bei Borussias U23 fitgehalten und schließlich seine Karriere beendet – mit dem Ziel, Trainer zu werden.

Polanski absolviert die DFB-Elite-Jugend-Lizenz und plant anschließend auch die A-Lizenz zu erwerben. Anfang des Jahres war im Gespräch, dass er Co-Trainer beim FC St. Gallen in der Schweiz werden könnte, stattdessen wurde er aber Praktikant bei Borussia: im Trainerstab von U23-Trainer Arie van Lent. Nun könnte aus dem Praktikanten kurzfristig ein Trainer werden: Polanski ist ein Kandidat für die Nachfolge von Otto Addo als Übergangstrainer. Das berichtet der „Express“. Nach Informationen unserer Redaktion ist keine Entscheidung gefallen, Polanski aber ein Favorit.

Addo wechselt im Sommer zu seinem früheren Verein Borussia Dortmund. Er wird dann dort die neu geschaffene Position als Talente-Trainer besetzen. Er war 2017 vom FC Nordsjaelland aus Dänemark zu Borussia gekommen und hatte den damals in Gladbach neuen Job übernommen. Künftig könnte Polanski der Mann sein, der Borussias Talente betreut.

Sportdirektor Max Eberl hatte bereits angekündigt, dass es einen Addo-Nachfolger geben wird. „Eugen macht seit Winter ein Praktikum als Trainerneuling im Nachwuchsleistungszentrum und jetzt schaut er Otto über die Schulter“, sagte Eberl unserer Redaktion zur Polanski-Personalie. „Was das für die Zukunft heißt, wird man sehen.“

Polanski würde zurückkehren zu seinen Wurzeln, ist er doch selbst Spross der Gladbacher Nachwuchs-Akademie. Er war 1994 in der Jugend von Blau-Weiß Concordia Viersen zu Borussia gekommen und hatte anschließend alle Nachwuchsmannschaften der Gladbacher durchlaufen. 54 Profispiele (ein Tor) machte für Gladbach. Nach 14 Jahren bei Borussia wechselte Polanski zur Saison 2008/09 nach Spanien zum FC Getafe. Dann spielte er für Mainz 05 und schließlich bei 1899 Hoffenheim. Über 300 Profispiele hat er hinter sich.

Den kommenden Gladbacher Cheftrainer Marco Rose kennt Polanski aus gemeinsamen Zeiten in Mainz. Von 2010 bis 2013 spielte Polanski für die 05er, von 2010 bis 2012 Jahren war Rose Co-Trainer von Martin Schmidt in der Mainzer U23. Polanski, der in den Jugend-Nationalmannschaften und zuletzt auch in Hoffenheim Kapitän war, galt stets als ein Spieler mit Führungsqualitäten. Nun könnte er seine Erfahrung in Gladbach nutzen, um die Talente zu unterstützen und zu fördern. Es würde passen: Polanski ist gelebte Fohlenphilosophie, hat aber auch Auslandserfahrung gesammelt und auch andere Erstliga-Klubs kennengelernt.

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