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1:4 - aber Gladbachs U23-Trainer Vogel freut sich über Telalovic-Debüt

Borussias U23 verliert gegen Schalke : Was Heiko Vogel trotz des 1:4 froh macht

Borussias Regionalliga-Team kassiert eine klare Heimniederlage gegen die Zweitvertretung des FC Schalke 04. Es gibt aber einen Aspekt, der Hoffnung macht.

Borussias U23 hat den Start ins Pflichtspieljahr 2022 im Grenzlandstadion gegen die Zweitvertretung des FC Schalke 04 in den Sand gesetzt und am Ende 1:4 verloren. Zwar ist das Ergebnis dem Spielverlauf nach deutlich zu hoch ausgefallen, dennoch muss es nachdenklich stimmen, was sich da auf dem Rasen abgespielt hat.

Zwar hatten die Regionalliga-Borussen es personell erneut schwer, weil neben den Verletzten und Kranken auch noch Michel Lieder und Jacob Italiano gesperrt ausfielen, also zwei wichtige Stützen des Spiels. Doch die Probleme der Gäste waren weit größer. Denn Schalkes Coach Torsten Fröhling hatte neben den zehn Feldspielern auf dem Platz als Wechsel-Alternative nur noch einen weiteren Feldspieler auf der Bank.

Die erste Hälfte lief dann auch so, wie man dies erwarten dürfte. Die Borussen hatten das Spiel in der Hand, liefen kaum Gefahr, einen Treffer zu kassieren. Der Gast präsentierte sich etwa auf dem Niveau des Landesligisten FC Remscheid eine Woche zuvor. Was die Borussen daraus machten, war in den 45 Minuten einfach zu wenig.

Sehenswert war ein Distanzschuss von Mittelfeldmann  Per Lockl in der 12. Minute. Es dauerte es bis zur 28. Minute, in der die Borussen in Führung gingen. Phil Beckhoff erahnte einen Abspielfehler der Schalker, machte den richtigen Laufweg und spitzelte den Ball an Keeper Michael Zadach vorbei zum 1:0 ins Netz.

„Wir haben nach wie vor das Problem, dass wir uns schwertun, Torchancen herauszuspielen“, sagte Trainer Heiko Vogel, der dann allerdings auch nicht nachvollziehen konnte, was nach der 1:0-Pausenführung passierte. „Das kann ich mir nicht erklären. Wenn man seine Chancen nicht nutzt und dann solche Schwächen in der Verteidigung zeigt, wird es schwierig“, sagt Vogel. „Das sind aber Dinge, bei denen ich auch Entschuldigungen bezüglich der Personalprobleme nicht gelten lasse.“

Die Gäste kamen deutlich mutiger aus der Kabine, standen geschlossen höher und machten so sofort Druck auf das Tor von Jonas Kersken. Zweimal ließen die Borussen dabei in der 49. und 52. Minute Nelson Amadin recht ungehindert zum erfolgreichen Abschluss kommen, beim 1:3 ließ Niklas Castelle den in der Abwehr eingesetzten Enrique Lofolomo wie eine Slalomstange aussteigen. Der letzte Gegentreffer durch Leonardo Weschenfelder Scienza in der Nachspielzeit war dann dem Umstand geschuldet, dass die Borussen das Risiko im Streben nach zumindest einem zweiten Treffer deutlich erhöhten. Wirklich gefährlich war aber nur ein Lattenschuss von Beckhoff (70.).

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„Vielleicht wäre noch etwas gegangen, wenn der Schuss drin gewesen wäre“, sagte der Coach. Immerhin machte ihn auch etwas froh: Er brachte für die letzte halbe Stunde Zugang Semir Telalovic, den die Borussen unter der Woche vom FV Illertissen aus der Regionalliga Bayern geholt hatten. „Er hat erst eine Einheit mit uns trainiert. Aber ich habe ihn schon seit längerer Zeit beobachtet und bin glücklich, dass ich ihn jetzt habe“, sagte Vogel. Gute Ansätze waren immerhin schon einmal zu erkennen.