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So erklärt Schiedsrichter Aytekin den BVB-Platzverweis gegen Dahoud

„Haben Mindestmaß an Respekt verdient“ : So erklärt Schiedsrichter Aytekin den BVB-Platzverweis gegen Dahoud

Der Platzverweis von Mahmoud Dahoud durch Schiedsrichter Deniz Aytekin sorgt für Diskussionen. Der Referee erklärte die zweite gelbe Karte für den BVB-Profi im Duell gegen Borussia Mönchengladbach.

Schiedsrichter Deniz Aytekin wollte mit der Gelb-Roten Karte für den Dortmunder Mahmoud Dahoud im Derby bei Borussia Mönchengladbach (0:1) auch „ein Zeichen“ setzen. „Wir hatten in der ersten Szene wenige Minuten vorher Guerreiro, der abwinkt. Ich habe ihm unmissverständlich erklärt, dass ich dieses Verhalten auf dem Platz nicht möchte. Wir haben ein Mindestmaß an Respekt verdient“, sagte der Referee dem TV-Sender Sky und führte weiter aus: „Es wird so selbstverständlich gemacht, dass das nichts Schlimmes ist. Natürlich kann man sagen: Es ist hart. Ein bestimmtes Verhalten auf dem Platz muss unterbunden werden. Es hat ja nicht jeder ein Freilos. In der Summe war mir dieses respektlose Abwinken zu viel.“

Unverständnis herrschte indes im Dortmunder Lager über die harte Entscheidung. „Ihn dafür runterzuschicken, ist meines Erachtens falsch“, sagte Mats Hummels nach Studium der TV-Bilder. Und Trainer Marco Rose ergänzte: „Der Grundsatz ist richtig. Da müssen wir uns als Trainer und Spieler in die Pflicht nehmen. Aber sich irgendeinen rauszusuchen und ein Zeichen setzen zu wollen? Entweder alle oder gar keiner.“

Aytekin kann indes das Verhalten von Dahoud nicht akzeptieren: „Warum macht er es denn? Er hat es gar nicht notwendig, da abzuwinken. Es ist ein klares Foulspiel. Er hätte es einfach akzeptieren können. Mir ging es darum, dass dieser Respekt im Paket gefehlt hat. Diese ständige Abwinken möchte ich nicht.“

(dör/dpa)