Lucien Favre ist sich angeblich mit Borussia Dortmund einig

Gerüchte um Tuchel-Nachfolge: Favre angeblich mit Dortmund einig

Die Zukunft von Thomas Tuchel als Trainer von Borussia Dortmund ist ungewiss. Zwischen dem BVB-Coach und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kriselt es gewaltig. Ein Nachfolger steht angeblich schon in den Startlöchern.

Wie die "Bild" berichtet, sei Dortmund sich mit Lucien Favre weitgehend einig. Demnach könnte der Schweizer, früherer Trainer von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC, einen Einjahresvertrag plus Option auf eine weitere Saison unterschreiben.

Favre steht allerdings noch bis 2019 beim französischen Erstligisten OGC Nizza unter Vertrag. Dortmund müsste sich also mit den Franzosen auf eine Ablösesumme einigen. Favre soll die Klubführung von Nizza über seinen Wunsch nach einer vorzeitigen Freigabe gebeten haben. Laut französischen Medien hat Favre keine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag fixiert, ein vorzeitiger Abschied aber sei ihm bei entsprechender Anfrage zugesichert worden.

Nizza-Präsident Jean-Pierre Rivère hatte am Wochenende französischen Medien auf die Frage, ob es Kontakt zum BVB gebe, gesagt: "Nicht direkt. Aber wir wissen, dass es Klubs gibt, die ein Auge auf Favre geworfen haben." Favre selbst hatte im im "Sportbuzzer Fantalk 3.0" gesagt: "Ich kommentiere keine Gerüchte."

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Der Vertrag von Tuchel in Dortmund läuft noch bis 2018. Trotz des Theaters um seine Person habe er "große Lust, das Ding hier weiter zu trainieren", hatte er am Samstag nach 1:1 beim FC Augsburg bei Sky gesagt. Verträge seien da, um erfüllt zu werden, aber diesbezüglich liege "nicht alles" in seiner Macht – ein klarer Verweis auf seinen Chefkritiker, BVB-Geschäftsführer Watzke. Der äußerte sich in Augsburg ebensowenig zum Thema Tuchel wie Sportdirektor Michael Zorc.

Doch die Zeichen stehen auf Abschied. Trotz aktuell Tabellenplatz drei und dem Erreichen des Pokalfinales ist Tuchel in Dortmund immer mehr in die Isolation geraten. Nach Watzke war zuletzt auch Klub-Präsident Rauball vom Coach abgerückt. Vor allem bei den Folgen des Attentats auf die BVB-Profis vor dem Champions-League-Spiel gegen AS Monaco gingen die Meinungen der Klub-Spitze und von Tuchel diametral auseinander.

Tuchel und einige Spieler hatten angegeben, sich vom Geschäftsführer gedrängt gefühlt zu haben, am Tag nach dem Anschlag zu spielen. Watzke warf Tuchel dagegen vor, seine diesbezügliche Ablehnung erst nach dem Spiel artikuliert zu haben, und sprach von einem "klaren Dissens".

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(areh/sid)
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