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Bundesliga: BVB lässt nur noch Geimpfte, Genesene und getestete Jugendliche ins Stadion

Schon gegen Frankfurt : BVB schränkt Stadionbesuche von ungeimpften Personen ein

Borussia Dortmund wird künftig – ähnlich wie der 1. FC Köln – auf die „2G“-Regel setzen und vor allem Geimpfte und Genesene zulassen. Das wird schon am Samstag im Spiel gegen Frankfurt der Fall sein. Zudem dürfen dann getestete Kinder und Jugendliche in Stadion.

Borussia Dortmund setzt ein deutliches Zeichen in der Corona-Pandemie und wird künftig auf die „2G“-Regel setzen. Das bedeutete, dass nur noch Geimpfte, Genesene und getestete Jugendliche ins Stadion dürfen. Damit schließt der Fußball-Bundesligist Impfverweigerer vom Besuch der Spiele aus – zur Sicherheit aller Stadionbesucher.

Schon zum ersten Spiel der neuen Bundesliga-Saison gegen Eintracht Frankfurt wird diese Regeln gelten. Fans, die eines von den 25.000 Ticket reserviert bekommen haben, mussten schon bei der Umwandlung der Reservierung in die Eintrittkarten einen Haken setzen, dass sie geimpft oder genesen sind. Oder aber, ob sie Kinder und Jugendliche sind, die noch nicht geimpft werden dürfen. Diese mussten sich beim Kartenkauf aber einem Test verpflichten, der am Samstag nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Alle anderen Stadionbesucher müssen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Somit werden künftig keine ungeimpften Fans über 18 Jahren mehr den Signal-Iduna-Park zu Fußball-Spielen betreten dürfen. Wie der BVB am Dienstag mitteilte, werden 24.000 Zuschauer geimpft oder genesen sein. 1000 werden einen negativen Test vorzeigen müssen. Dies werden vor allem Kinder und Jugendliche sein.

Ähnliche Maßnahmen kündigte zuvor schon der 1. FC Köln an. Ein negativer Corona-Test gelte demnach ab dem zweiten Heimspiel am 28. August gegen den VfL Bochum nicht mehr. Ausnahmen sollen weiterhin für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sowie für aus medizinischen Gründen von der Impfung ausgeschlossene Personen gelten.

Zum ersten Heimspiel des rheinischen Klubs gegen Hertha BSC am 15. August rechnen die Kölner mit 16.500 Zuschauern, von denen aber 1000 auch mit einem negativen Corona-Test Zutritt bekommen sollen. Der BVB wird nun bereits ab dem ersten Heimspieltag die Regeln verschärfen.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke deutete diese Entscheidung schon am Montag auf der Bilanzpressekonferenz des Klubs an. „2G wird bei uns deutlich favorisiert. Wenn du im Stadion weißt, dass 90 oder 95 Prozent der Zuschauer geimpft sind, hast du ein höheres Sicherheitsgefühl“, sagte er. „Wenn jeder die Möglichkeit hatte, sich zu impfen, können wir schon als Hausherr klar machen, dass wir das als sinnvoll erachten.“

Der 62-Jährige sprach von einer „extrem spannenden Aufgabe, das Unternehmen durch eine dieses Mal nicht selbstverschuldete Krise zu führen“. Er rief alle Anhänger auf, sich impfen zu lassen, dies sei der Schlüssel für alles. Er appellierte außerdem an die Politik: „Jetzt ist die Zeit gekommen, mutige Entscheidungen zu treffen. Man kann nicht mehr alles damit lösen, indem man den Laden abschließt.“

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Aktuell liegt die Inzidenz in Dortmund noch unter 35 Neuinfektionen pro Woche. Daher dürfen auch 25.000 Zuschauer ins Stadion. Sollte sie demnächst höher sein, sieht die aktuell geltende Corona-Schutzverordnung vor, dass „die Auslastung auf ein Drittel der Stadionkapazität, die in Dortmund für internationale Partien gilt (66.099 Sitzplätze), auffüllen zu dürfen, so dass dann 22.033 Fans Einlass finden dürfen – fast ausschließlich Geimpfte oder Genesene“, wie der BVB auf seiner Homepage mitteilte. So soll gesichert werden, dass der Verein Geld durch Ticketverkäufe einnimmt.

(dör)