Borussia Dortmund: Wohin gehen Pierre-Emerick Aubameyang und Marco Reus?

Borussia Dortmund : Zorc rügt Aubameyang für öffentliche Wechselgedanken

Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hat Pierre-Emerick Aubameyang für dessen gerügt. Der hatte zuvor öffentlich über einen Vereinswechsel nachgedacht. Vom Tisch ist das Thema damit aber sicher noch nicht.

"Wir haben kurz gesprochen und ich habe ihm empfohlen, jetzt doch weniger Interviews über den Sommer zu geben, sondern sich auf die Jagd nach dem Champions-League-Platz zu konzentrieren. Er hat das auch verstanden", sagte Zorc am Mittwoch der "Westdeutschen Allgemeinen".

"Wir haben sein sehr, sehr gutes Verhältnis, aber wir mussten ein Zeichen nach innen und außen setzen, dass der Fokus jetzt auf dem Sportlichen zu liegen hat", sagte Zorc. Dortmund trifft am Samstag im eigenen Stadion auf den Tabellenzweiten RB Leipzig.

Pierre-Emerick Aubameyang hatte zuvor offen über einen Abschied im Sommer nachgedacht. Der Gabuner gewährte am Dienstagabend Einblicke in seine Gedankenwelt. "Ich stelle mir die Frage, ob ich nicht fortgehen muss, wenn ich die nächste Stufe erreichen will? Ich habe keine Antwort. Es braucht ein wenig Zeit. Ich bin 27. Wenn ich auf eine andere Stufe will, muss ich, ganz klar, in diesem Sommer gehen", sagte der Torgarant beim französischen Radiosender RMC.

Aubameyang, der in Dortmund einen Vertrag bis 2020 besitzt und somit kaum um ein neues Papier pokern muss, scheint hin- und hergerissen. "Ich befinde mich in einem intensiven Denkprozess im Zusammenhang mit einem Wechsel im nächsten Sommer. Selbstverständlich fühle ich mich hier sehr wohl, denn die Fans sind großartig. Das bleibt ein großer Verein", sagte er in der Sendung "Team Duga" des 98er-Weltmeisters Christophe Dugarry.

China und England nicht die ersten Adressen für Aubameyang

Aubameyang tendiert dabei offenbar in Richtung Spanien. "Alle erzählen mir von England, aber das ist nicht die Liga, die mich am meisten reizt", sagte er. Der spanische Fußball ziehe ihn dagegen an, dort gäbe es "nicht nur Real". Einen Transfer nach China schloss Aubameyang derweil aus. Zuletzt hatte es Berichte über ein angebliches Angebot des Erstligisten Shanghai SIPG in dreistelliger Millionenhöhe gegeben.

Der BVB hatte sich in der "Causa Auba" zuletzt gelassen gegeben. "Am allerliebsten wäre es allen Beteiligten, wenn er die nächsten Jahre hier spielen würde. Für einen geplanten Abschied seinerseits gibt es Stand jetzt keine Indizien", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der Fußball Bild.

Mit ähnlichen Worten kommentiert die Borussia derzeit die jüngsten Spekulationen um Reus. Laut Fußball Bild hat Arsenals Teammanager Arsène Wenger einen neuen Versuch gestartet, den von ihm geschätzten Fußballer des Jahres 2012 nach London zu locken - die Rede ist von 60 Millionen Euro. Der Vertrag des 29-maligen Nationalspielers beim BVB läuft noch bis 2019.

Für den 27 Jahre alten Reus wäre bei den Gunners wohl eine deutliche Gehaltssteigerung möglich. Ob der Offensivspieler aber wirklich seinen Herzensverein verlassen will, scheint mehr als fraglich. Entsprechend gelassen reagierte Michael Zorc. "Ich beschäftige mich doch nicht mit halbgarem Zeug. Mir ist nicht bekannt, dass Marco uns verlassen möchte", sagte der BVB-Sportdirektor der Bild. Zumindest bei Pierre-Emerick Aubameyang sieht die Sache aber wohl nicht ganz so einfach aus.

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(sid)
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