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Borussia Dortmund: Polizei stoppt 90 Fans mit Pyrotechnik und Waffen

Pyrotechnik und Drogen an Bord : Polizei stoppt Busse mit 90 BVB-Fans

Die Reise zum Auswärtsspiel nach Darmstadt endete für einige Anhänger von Borussia Dortmund vorzeitig. Die Polizei stellte bei einer Kontrolle von zwei Bussen und einem Kleinbus Pyrotechnik und Sturmhauben sicher.

Die Polizei hat zwei Busse und einen Kleinbus mit Dortmunder Hooligans auf dem Weg zum Bundesligaspiel bei Darmstadt 98 gestoppt. Das bestätigte das Polizeipräsidium Südhessen. In den Bussen wurden Pyrotechnik, Kampfsporthandschuhe, Sturmhauben, Schmerzmittel, Wechselkleidung und Drogen sichergestellt. Nachdem die Personalien der Insassen festgestellt worden waren, wurden die Busse nach Dortmund zurückgeschickt.

Die Busse waren in der Nähe von Gießen gestoppt worden. Bei der Kontrolle "wurde schnell deutlich, dass die Insassen wegen eines anderen Vorhabens nach Darmstadt wollten als das Fußballspiel friedlich im Stadion zu verfolgen", teilte die Polizei Südhessen mit und sprach von 90 Problemfans, von denen einige bereits früher "wegen Ausschreitungen in Zusammenhang mit Fußballspielen aufgefallen" waren.

Die Dortmunder Anhänger stehen seit den Krawallen rund um das letzte Bundesligaspiel gegen RB Leipzig unter besonderer Beobachtung. Am vergangenen Samstag hatten Hooligans die Gäste-Fans, darunter auch Frauen und Kinder, attackiert. Wegen zahlreicher geschmackloser Plakate im Stadion droht dem BVB zudem die Sperrung der Südtribüne für ein Heimspiel.

Watzke braucht Bedenkzeit

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke will sich nach dem Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses gegen Borussia Dortmund Zeit für die Stellungnahme des Klubs nehmen. "Die Entscheidung reift. Aber hier geht es auch um ein bisschen Genauigkeit. Das ist ein sehr umfangreicher Strafantrag", sagte Watzke am Samstag im Pay-TV-Sender Sky vor der Partie beim SV Darmstadt in der Fußball-Bundesliga.

Das Gremium des Deutschen Fußball-Bundes hatte am Freitag beantragt, nach den Zuschauer-Vorkommnissen beim Spiel gegen Leipzig in der vergangenen Woche die Dortmunder Südtribüne für eine Partie zu sperren. Zudem soll der Revierklub 100.000 Euro Strafe zahlen. Der BVB hat bis Montagmittag Zeit, sich zu dem Antrag zu äußern. "Wir werden uns morgen mit dem Strafantrag genauer befassen und rechtzeitig eine Entscheidung treffen", kündigte Watzke an. "In mir wächst eh eine Tendenz, und dann wollen wir mal gucken."

(sid)