Borussia Dortmund mit neuem Selbstvertrauen nach Sieg gegen Leverkusen

Borussia Dortmund beendet Negativserie : „Aus diesem Sieg schöpfen wir wieder Selbstvertrauen“

Borussia Dortmund hat in der Fußball-Bundesliga mit dem Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen zurück in die Erfolgsspur gefunden. Die Rückkehr von Marco Reus macht zusätzlich Mut im Titelrennen.

Der erleichterte Lucien Favre posierte lächelnd mit Freunden aus Nizza für ein Erinnerungsfoto, und am Tag nach dem Ende der Negativserie von Borussia Dortmund wurde die Laune des Trainers sogar noch besser. Nach knapp dreiwöchiger Verletzungspause trainierte Marco Reus am Montag wieder mit der Mannschaft. Die ersehnte Rückkehr des Kapitäns ist nach dem hart erkämpften 3:2 (2:1) gegen Bayer Leverkusen der nächste Mutmacher im Titelrennen.

"Wir wissen alle um den Wert von Marco für unser Team", sagte Sportdirektor Michael Zorc. Reus machte nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel alle Übungen und auch das Abschlussspiel mit, er zeigte sich wieder voll belastbar. "Wir gehen davon aus, dass er wieder dabei ist", sagte Zorc mit Blick auf das Spiel beim FC Augsburg am Freitagabend (20.30 Uhr/Eurosport-Player).

Als noch ohne Reus der Angriff des Verfolgers Bayern München vorerst abgewehrt war, pusteten die Hinrunden-Überflieger erst einmal kräftig durch. "Jetzt können wir die nächsten Spiele wieder besser angehen, weil wir daran glauben, dass wir auch diese Spiele gewinnen können", beschrieb Jadon Sancho, der mit einem Traumtor den zwischenzeitlichen Ausgleich von Kevin Volland (37.) sofort beantwortete (38.), die Gefühlslage beim Spitzenreiter.

Drei Punkte liegen die Dortmunder weiterhin vor dem Titelverteidiger. "Aus diesem Sieg schöpfen wir wieder Selbstvertrauen", sagte Abwehrchef Manuel Akanji nach seinem Comeback nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause. "Das gibt uns Kraft", stellte Torschütze Dan-Axel Zagadou (30.) fest.

Kraft, die der BVB im Schlussspurt im Meisterkampf der Fußball-Bundesliga benötigen wird. Die Serie von fünf Pflichtspielen ohne Sieg nagte schon etwas am Selbstbewusstsein der Profis. "Das war ungewohnt für uns und ungewohnt für die Spieler", sagte Zorc. Die Verunsicherung war dem Team in der ersten halben Stunde gegen Leverkusen deutlich anzumerken, die Gäste hatten in dieser Phase 80 Prozent Ballbesitz. "Wir haben gelitten, aber gewonnen", sagte Favre.

Elf Spieltage vor Saisonende hat der BVB damit weiterhin die beste Ausgangssituation. "Dritter wollen wir nicht werden", sagte Zorc, der das M-Wort aber vermied: "Über übergeordnete Ziele zu sprechen, dafür gibt es am Ende keinen Punkt."

Keinen Punkt gab es trotz der couragierten Leistung auch für die Gäste bei der Rückkehr ihres Trainers Peter Bosz nach Dortmund. Der 2:3-Anschlusstreffer von Jonathan Tah (75.) reichte nach dem 1:3 durch Mario Götze (60.) nicht mehr.

"Wir waren klar die bessere Mannschaft. Umso bitterer ist es, dass wir verloren haben", sagte Kai Havertz. Bosz fand, dass "vielleicht nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft" gewonnen habe. Seinem Ex-Klub drückt der Niederländer im Titelrennen aber die Daumen. "Ich hoffe, dass auch in den letzten Spielen die Punkte bei Dortmund bleiben", sagte Bosz. Durch die Rückkehr von Reus haben sich die Chancen dafür jedenfalls erhöht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Dortmund - Bayer 04: die Bilder des Spiels

(sef/sid)
Mehr von RP ONLINE