Borussia Dortmund: Mario Götze, Marco Reus und Peter Stöger unter Beobachtung

Stöger unter Beobachtung: Beim BVB beginnen die Wochen der Entscheidung

Für Borussia Dortmund geht es um die Champions League, für Peter Stöger um eine Vertragsverlängerung und für Marco Reus und Mario Götze um die WM-Teilnahme. Mit dem Topspiel bei Bayern München beginnen beim BVB die Wochen der Entscheidung.

Mario Götze hatte auffallend gute Laune. Beim gemeinsamen Training mit Usain Bolt scherzte er mit dem Leichtathletik-Superstar herum, in der unmittelbaren Vorbereitung von Borussia Dortmund auf das Bundesliga-Topspiel bei Bayern München lachte er viel. Die Frustbewältigung nach seiner Nichtberücksichtigung für die beiden WM-Härtetests gegen Spanien und Brasilien scheint gelungen. "Ich habe einen guten und motivierten Eindruck von ihm. Er war nicht am Boden zerstört", sagte Trainer Peter Stöger.

Doch jetzt wird es für Götze ernst. Einschließlich des Auftritts bei seinem Ex-Klub am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bleiben dem WM-Helden von 2014 nur noch sieben Spiele Zeit, um sich bei Bundestrainer Joachim Löw doch noch für einen Platz im 23er-Kader für den Saisonhöhepunkt in Russland zu empfehlen. Und mit diesem Problem ist er beim BVB nicht alleine: Marco Reus, der in München aufgrund von Adduktorenproblemen wahrscheinlich ausfallen wird, und Andre Schürrle wollen ebenfalls noch auf den WM-Zug aufspringen. Es wird ein Wettlauf mit der Zeit.

"Natürlich schauen wir genau hin und beobachten auch in den nächsten Wochen ganz genau, wer uns überzeugt", sagte Löw. Mario Götze habe noch nicht ganz die Form erreicht, die man sich vorstelle. Er sei aber keineswegs abgeschrieben. Natürlich auch nicht Marco Reus. Und auch Schürrle sei nach wie vor ein Thema für die WM, sagte Löw.

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Für das Trio stehen also Wochen der Entscheidung an. Gleiches gilt für ihren Verein und Stöger. Nach dem Aus im DFB-Pokal und im Europacup können die Westfalen mit dem erneuten Einzug in die Champions League nur noch ihr Minimalziel erreichen. Der Vier-Punkte-Vorsprung auf Platz fünf könnte bei einer erneuten Niederlage gegen den deutschen Rekordmeister aber zusammenschmelzen. In dieser Saison verlor der BVB gegen den FC Bayern bereits im Supercup, in der Meisterschaft und im DFB-Pokal.

"Die Champions League ist das einzige Ziel, was wir noch haben, das wollen wir unbedingt erreichen", sagte Stöger, der sein Team aber in der Rolle des Außenseiters sieht: "Die Vorzeichen sind klar vergeben. Bayern hat die Vorgabe, die beste Mannschaft zu sein. Das erfüllen sie. Wir wollen die zweitbeste Mannschaft sein, das erfüllen wir noch nicht."

Der Österreicher ist als BVB-Coach in zwölf Ligaspielen noch ungeschlagen. Überzeugend trat seine Mannschaft dabei aber nur selten auf. Daher wäre eine weitere Zusammenarbeit über das Vertragsende im Juni hinaus eine Überraschung. Auch für Stöger beginnen am Samstag daher wegweisende Wochen.

(sid)