Borussia Dortmund: Lucien Favre schimpft sich nach dem 2:4 gegen Schalke über die Handspielregel

BVB-Trainer Favre schimpft über Handspielregel : „Das ist eine große Schande für den Fußball“

Vier Gegentreffer und zwei Rote Karten - Borussia Dortmund erlebte im Revierderby gegen den FC Schalke 04 einen bitteren Nachmittag. BVB-Trainer Lucien Favre regte sich nach der 2:4-Niederlage vor allem über eine Szene auf.

Trainer Lucien Favre fühlte sich nach der bitteren 2:4-Niederlage im Revierderby gegen Schalke 04 betrogen. "Das ist so lächerlich. Die Leute, die diese Regel erfunden haben, können nicht mehr in den Spiegel sehen. Sie haben keine Ahnung vom Fußball. Das ist der größte Skandal in der Fußball-Geschichte für mich. Das ist eine große Schande für den Fußball", sagte Favre über den Handelfmeter von Daniel Caligiuri, der zum zwischenzeitlichen 1:1 führte.

Schalkes Stürmer Breel Embolo hatte BVB-Innenverteidiger Julian Weigl aus kurzer Entfernung angeschossen. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nach Studium der Bilder auf Hinweis des Video-Assistenten Guido Winkmann zum Entsetzen der Dortmunder auf Elfmeter. Schiedsrichter Felix Zwayer verteidigte seine Entscheidung. "Der Arm war auf Schulterhöhe ausgestreckt und damit hat er den Ball geblockt. Da war die Entscheidung für mich relativ leicht zu treffen. Es ist nach aktueller Auslegung ein Strafstoß", sagte Zwayer.

Das beruhigte Favre nicht. "Man muss sich die Arme abschneiden. Aber ohne Arme hat man kein Gleichgewicht mehr. Das hat nichts mit Fußball zu tun", sagte der Schweizer, dessen Team nach den Roten Karten gegen Marco Reus und Marius Wolf das Spiel in doppelter Unterzahl beendete: "Es war keine gute Leistung vom Schiedsrichter", sagte Favre.

Unterstützung erhielt Favre von Huub Stevens. "Ich sehe oft die Verteidiger mit den Händen auf dem Rücken. Das ist doch kein Verteidigen. Da muss eine klare Linie kommen", sagte der Schalker Coach.

Favre hält den Titelkampf damit für entschieden. „Ja, klar“, antwortete bei Sky auf eine entsprechende Frage. Mit einem Sieg beim 1. FC Nürnberg könnte der Tabellenführer FC Bayern München am Sonntag den Vorsprung bei drei noch ausstehenden Spielen auf vier Punkte ausbauen.

(sid/dpa/old)
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