Borussia Dortmund: Germania-Pleite - Israelische Kinder können doch zum BVB-Spiel reisen

Finanzlücke wegen Germania-Pleite: Israelische Kinder können dank Spenden doch zum BVB-Spiel reisen

Der Fanclub „Israelische Borussen“ wollte vier Kindern aus Israel eine Reise zum BVB-Spiel im März gegen Wolfsburg ermöglichen. Nach der Germania-Pleite drohte die Aktion zu platzen. Nun haben Spender die Kosten übernommen.

Adam Lahav und seine Freunde vom BVB-Fanclub „Israelische Borussen“ waren nach dem ersten Schock über die abgesagten Germania-Flüge schnell optimistisch, dass ihr Vorhaben im März doch stattfinden kann. Dafür brauchte es aber einige Helfer.

Denn der Fanclub hatte geplant, vier Kindern aus Israel eine Reise zum BVB-Spiel gegen den VfL Wolfsburg zu ermöglichen. Die Kinder sind alle Fans von Borussia Dortmund. Ihr größter Wunsch sei es, einmal im Westfalenstadion ihr Team live zu sehen, sagte Lahav. Die Eltern der Kinder könnten sich die Reise aber nicht leisten. Der Fanclub schon, dachten die Mitglieder. Die Fluggesellschaft Germania war immerhin bereit, drei der nötigen fünf Flugtickets nach Düsseldorf zu spendieren. Nun ist die Airline allerdings insolvent und die Flüge verfallen. Auch die beiden Flugtickets, die der Fanclub finanziert hatte (Hier geht’s zu unserem Bericht darüber). 

Nun wollten die Mitglieder den Kindern die Freude aber nicht nehmen. Sie kauften von den restlichen Rücklagen der Vereinskasse neue Tickets. Die 1300 Euro waren allerdings eigentlich dafür gedacht, die Hotels, das Essen und Taschengeld für die Kinder zu finanzieren. Aber Lahav war sich sicher, dass der Club das Geld mit Hilfe von Spenden bis März wieder zusammenbekommt.

Also starteten die „Israelischen Borussen“ auf ihrer Facebook-Seite eine Spendenaktion. Und schon zwölf Stunden später waren so viele Spende eingegangen, dass die Reise wie geplant stattfinden kann. „Die meisten Spenden kommen aus unserer israelischen Community. Es waren aber auch vier bis fünf Spender aus Deutschland dabei“, sagt Lahav. Der Vorsitzende des Fanclub bedankt sich bei allen Unterstützern.

Sollten jetzt noch zusätzlich Spenden kommen, wird das Geld im kommende Jahr für die selbe Aktion genutzt. „Denn die soll zur Tradition werden“, sagt Lahav. Mit der Reise wollen die BVB-Fans den Kindern auch zeigen, dass Fußball ganz unterschiedliche Menschen verbindet. Die kleine Reisegruppe bestehe daher auch nicht nur aus jüdischen Kindern, sondern aus zwei Moslems, einem christlichen und einem jüdischen Kind. In Dortmund besuchen die Kinder nicht nur das BVB-Spiel, sondern unter anderem auch das Fußball-Museum und das Training der Dortmunder.

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