Borussia Dortmund: Champions-League-Achtelfinale - Watzke hat keine Lust auf Liverpool

Dortmund im Achtelfinale der Champions League : Watzke hat keine Lust auf Liverpool

Tabellenführer in der Bundesliga, Gruppenerster in der Champions League. Die Erfolgsstory von Borussia Dortmund hält an. Das schürt Hoffnungen auf einen langen Verbleib in der Königsklasse. Dem ehemaligen Dortmunder Jürgen Klopp würde der Klub aber gern aus dem Weg gehen.

Happy End dank fremder Hilfe. Borussia Dortmund geht doch noch als Gruppensieger in das Achtelfinale der Champions League. Weil Atlético Madrid beim FC Brügge nicht über ein 0:0 hinauskam, zog der Tabellenführer der Bundesliga-Tabellenführer am letzten Vorrunden-Spieltag dank eines 2:0 (1:0)-Erfolgs in Monaco noch an den Spaniern vorbei. Das erhöht die Chancen auf einen längeren Verbleib in der Königsklasse.

Vorteil

Als Gruppensieger genießt der BVB das Privileg, im Achtelfinal-Rückspiel Heimrecht zu haben. Zudem kommen bei der Auslosung am Montag im UEFA-Hauptquartier von Nyon nur Gruppen-Zweite als Gegner in Frage. Tottenham Hotspur, FC Liverpool und AS Rom sind vermeintliche Kontrahenten.

Zwei bis drei weitere mögliche Kandidaten kommen am Mittwoch aus den Gruppen E bis H hinzu: Manchester City oder Olympique Lyon sowie Juventus Turin oder Manchester United und eventuell Ajax Amsterdam. Rein nationale Duelle sind in dieser Runde noch ausgeschlossen. Genau wie das erneute Aufeinandertreffen von zwei Clubs aus einer gemeinsamen Vorrundengruppe. „Liverpool in der nächsten Runde müsste jetzt nicht unbedingt sein“, kommentierte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Aussicht auf ein mögliches Duell mit den vom einstigen BVB-Trainer Jürgen Klopp gecoachten Reds.

Höhenflug

Auch ohne die Leitwölfe Marco Reus und Axel Witsel und weiteren geschonten oder verletzten Profis blieb das auf gleich neun Positionen veränderte Team von Trainer Lucien Favre in der Erfolgsspur. „Wir brauchen uns nicht selber feiern, aber im Moment ist alles traumhaft“, schwärmte Watzke. Den zwar nicht glanzvollen, aber souveränen Auftritt der Reservisten wertete der Vereinschef als Indiz für die gewachsene Schlagkraft der Borussia. „Man hat gesehen, dass auch der zweite Anzug passt. Das ist sicher im Moment eine Stärke, dass wir so eine große Breite haben.“

Adel

Nach dem desaströsen Vorrunden-Aus vor einem Jahr gehört die Borussia wieder zum erlauchten Kreis des europäischen Fußball-Adels - und zwar als Gruppensieger. Zudem blieb sie als erste deutsche Mannschaft in der Gruppenphase des Wettbewerbs in fünf Partien ohne Gegentor. „Wir haben wieder das wahre Gesicht von Borussia Dortmund gezeigt. Im Moment nutzen wir jede Möglichkeit, um Pluspunkte zu sammeln und am Selbstvertrauen zu arbeiten“, lobte Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung.

(dpa/sef)
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