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Kommentar: Thiago — der nächste Alleskönner

Kommentar : Thiago — der nächste Alleskönner

Vor einem Jahr drängte Bayern-Trainer Jupp Heynckes die Münchner dazu, Javi Martinez aus Spanien zu holen. Er bekam ihn für den damals irrwitzig anmutenden Betrag von 40 Millionen Euro. Auch wenn sich so etwas nie auf Euro und Cent genau bestimmen lässt, darf man heute sagen: Dieser Transfer hat sich bezahlt gemacht. Martinez, der eine lange Anlaufzeit brauchte, gehörte in der Endphase der Saison zu den stärksten Münchnern und hatte damit großen Anteil am grandiosen Erfolg im Mai und Juni. Am Sonntag hat Heynckes' Nachfolger Pep Guardiola seinen "Martinez" bekommen. Er heißt Thiago Alcantara. Wenn Thiago nur halb so gut ist wie sein bisheriger Barca- Mitspieler Xavi, mit dem er häufig verglichen wird, könnte sich auch die Ausgabe von diesmal schlappen 25 Millionen Euro gelohnt haben.

Vor einem Jahr drängte Bayern-Trainer Jupp Heynckes die Münchner dazu, Javi Martinez aus Spanien zu holen. Er bekam ihn für den damals irrwitzig anmutenden Betrag von 40 Millionen Euro. Auch wenn sich so etwas nie auf Euro und Cent genau bestimmen lässt, darf man heute sagen: Dieser Transfer hat sich bezahlt gemacht.

Martinez, der eine lange Anlaufzeit brauchte, gehörte in der Endphase der Saison zu den stärksten Münchnern und hatte damit großen Anteil am grandiosen Erfolg im Mai und Juni. Am Sonntag hat Heynckes' Nachfolger Pep Guardiola seinen "Martinez" bekommen. Er heißt Thiago Alcantara. Wenn Thiago nur halb so gut ist wie sein bisheriger Barca- Mitspieler Xavi, mit dem er häufig verglichen wird, könnte sich auch die Ausgabe von diesmal schlappen 25 Millionen Euro gelohnt haben.

Thiagos Wechsel hat viele Facetten. Er besänftigt Guardiola, der ursprünglich den brasilianischen Super-Hyper-Mega-Star Neymar wollte, aber bloß Mario Götze bekam. Er zeigt die Strahlkraft und Macht des FC Bayern im Vergleich der großen europäischen Klubs. Und er wirft die Frage auf, ob Guardiola angesichts des erstaunlichen Angebots an vorzüglichen Mittelfeldspielern nur mit zehn Akteuren dieses Typs spielen will — oder ob er vielleicht auch noch Torhüter Manuel Neuer durch einen dieser Alleskönner (von Fachleuten gern als "polyvalent" bezeichnet) ersetzt.

(RP)