Leon Goretzka von Schalke 04 zum FC Bayern München? Berater dementiert

Begehrtes Schalke-Juwel: Goretzka mit Bayern einig? Berater dementiert

Nationalspieler Leon Goretzka hat sich angeblich zu einem Wechsel vom Bundesligisten Schalke 04 zum deutschen Meister FC Bayern München entschlossen. Doch sein Berater dementiert.

"Wenn die Entscheidung gefallen ist, dann werden Leon und ich zu allererst Schalke davon in Kenntnis setzen", sagt Goretzkas Berater Jörg Neubauer am Neujahrstag zu "Sport1".

Im Verein war am Tag nach den Berichten über die angeblich bereits feststehende Entscheidung des 22-Jährigen noch nichts bekannt. "Leon hat uns bislang nicht darüber informiert, dass er sich zu einem Wechsel entschieden hat. Und ich vertraue Leon und seinem Berater, mit dem ich noch gestern in Kontakt war", erklärte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel auf "Sport1"-Anfrage.

Die spanische Sportzeitung "Marca" und "Sport Bild" hatten vor dem Jahreswechsel gemeldet, dass sich Goretzka für einen Transfer zu den Bayern in der Sommerpause entschlossen haben soll. Der Vertrag des gebürtigen Bochumers bei den Königsblauen läuft am Saisonende aus, so dass der Mittelfeldstar ablösefrei wechseln könnte.

Schalke hat seinem "Juwel" ein Angebot zur Verlängerung mit einem deutlich höheren Gehalt gemacht. Neben München sollen auch die spanischen Renommierklubs Real Madrid und FC Barcelona sowie der FC Liverpool aus der englischen Premier League an Goretzka interessiert sein.

Am Montagabend war Goretzka mit an Bord des Fluges nach Alicante, wo die Schalker bis zum 7. Januar ihr Trainingslager absolvieren. Geäußert hat sich der 22-Jährige nicht, da die Mannschaft am Düsseldorfer Flughafen abgeschottet wurde.

Goretzka, der zuletzt wegen einer knöchernen Stressreaktion im Unterschenkel pausieren musste, spielt seit 2013 beim FC Schalke. Schon vor seinem Wechsel vom VfL Bochum zum Revierenachbarn hatte der FC Bayern 2012 Interesse an der Verpflichtung des gebürtigen Bochumers.

Dass ein junger, aufstrebender deutscher Nationalspieler wie Goretzka ideal ins Beuteschema des FC Bayern passt, ist keine Überraschung. Der Confed-Cup-Sieger ist ablösefrei zu haben. Und er würde den Kreis jener Spieler erweitern, die beim deutschen Rekordmeister die Zukunft verkörpern sollen, wie die DFB-Auswahlspieler Joshua Kimmich und Niklas Süle sowie die Franzosen Kingsley Coman und Corentin Tolisso.

Goretzkas programmierter Wechsel nach München war auch schon im Sommer 2017 ein großes Thema. Damals äußerte sich Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge vermeintlich zurückhaltend, aber zwischen den Zeilen klar: "Der Spieler muss über seine Zukunft entscheiden!" In München müsste sich Goretzka - anders als auf Schalke - einem harten Konkurrenzkampf im Mittelfeld stellen. Er hätte aber neben einem Millionenverdienst auch die Gewissheit, jedes Jahr um Titel zu kämpfen und sich ständig in der Champions League auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln.

Goretzka will ja auch in der Nationalelf spätestens nach der WM in Russland eine tragende Rolle einnehmen. "Er stellt schon in jungen Jahren eine sehr gute Persönlichkeit dar", sagte Joachim Löw über den vielseitig begabten, selbstbewussten und extrem ehrgeizigen Mittelfeldakteur. Der Bundestrainer hatte schon während des Confed Cups im vergangenen Sommer unter vier Augen mit Goretzka "über verschiedene Szenarien gesprochen", wie Löw seinerzeit verriet. "Man spürt, dass er eine klare Zukunftsplanung hat", sagte der DFB-Coach.

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(areh/sid/dpa)