FC Bayern reagiert gelassen auf Defensiv-Kritik von Friedhelm Funkel

Kein Gegenangriff der Bayern-Bosse : FC Bayern reagiert gelassen auf Kritik von Funkel

Hasan Salihamidzic verzichtet nach Friedhelm Funkels Kritik an der Bayern-Defensive auf einen Gegenschlag. Dennoch solle „jeder erst mal vor seiner Tür kehren“.

Hasan Salihamidzic blies dieses Mal nicht zum Gegenangriff. Der Sportdirektor des FC Bayern äußerte sich vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel bei Olympiakos Piräus am Dienstag (21 Uhr) gelassen über die Kritik von Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel. „Wir hatten gestern einiges zu tun, deswegen habe ich mich damit wirklich nicht beschäftigt“, sagte Salihamidzic „Sport 1“. Der 42-Jährige schränkte allerdings auch ein: „Ich glaube, dass jeder erst mal vor seiner Tür kehren muss.“

Über Funkel verlor Salihamidzic kein schlechtes Wort. „Normalerweise kenne ich Friedhelm Funkel als sehr kollegialen Trainer, der sich seinen Kollegen gegenüber normalerweise sehr gut verhält“, sagte Salihamidzic über den Trainer von Fortuna Düsseldorf. Bezogen auf den Inhalt der deutlichen Kritik, gab der FCB-Sportdirektor Funkel sogar Recht: „Ich glaube, es ging um die zehn Tore, die wir kassiert haben. Es ist klar, dass wir uns da verbessern müssen, das wissen wir auch.“

Funkel äußerte sich am Samstagnachmittag nach dem Bundesliga-Spiel gegen den FSV Mainz (1:0) über die momentane Defensiv-Schwäche des Rekordmeisters aus München. „In den vergangenen zwei Jahren stimmt es bei denen defensiv nicht mehr so richtig. Die haben jetzt schon zehn Gegentore bekommen. In der Zeit, als Jupp Trainer war, hat Bayern in der gesamten Saison nur 17 Gegentreffer bekommen“, sagte Funkel. Insgesamt hob der Fortuna-Coach hervor, wie wichtig eine funktionierende Defensive für den sportlichen Erfolg ist. „Also: Du erreichst deine Ziele nur, wenn du eine vernünftige Defensive hast. Darauf kannst du dann dein Offensivspiel aufbauen“, so Funkel. „Das war schon vor 50 Jahren so. Und heute ist es immer noch so.“

Auch FCB-Präsident Uli Hoeneß meldete sich in der Causa zu Wort: „Die Abwehrproblematik wird sich sowieso aus meiner Sicht demnächst erledigen, wenn der (Javi) Martínez auf der Sechs spielt. Dann kriegen wir sowieso in Zukunft weniger Gegentore.“

(mit dpa)
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