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FC Bayern München: Robert Lewandowski ist „süchtig nach Toren“

Bayern-Torjäger nicht zu stoppen : Lewandowski ist „süchtig nach Toren“

Unter Trainer Hansi Flick nimmt Bayern München gerade richtig Fahrt auf und scheint beinahe unaufhaltsam. Torjäger Robert Lewandowski sticht heraus, für den Polen gibt es aktuell kein Limit.

Der gefeierte Robert Lewandowski gönnte sich beim Champions-League-Bankett ein paar Schlückchen Rotwein, dann verschwand er nach seiner historischen Tore-Show recht schnell mit dem Spielball in einer Plastiktüte auf sein Zimmer. Obwohl beim Stehempfang allerlei Leckereien gereicht wurden wie knusprige Garnelen, Rinderfilethäppchen und Mini-Cevapcici mit Kajmaksoße - für Lewandowski ist das Wichtigste, dass sein Torhunger anhält und dafür will er ausgeruht sein.

"Ich muss gestehen: Ich bin süchtig nach Toren", sagte der Pole. 27 Tore in 20 Pflichtspielen, die Königsklassen-Treffer 60 bis 63, ein Rekord-Viererpack innerhalb von nur 14:31 Minuten: Bei Bayern Münchens phasenweise berauschendem 6:0 (1:0) bei Roter Stern Belgrad lief die Tormaschine Lewandowski auf vollen Touren. "Robert ist aktuell in Hochform. Er arbeitet wahnsinnig professionell, macht immer wieder Sonderschichten und hat sich wieder belohnt", sagte Hansi Flick, der den besten Trainerstart überhaupt beim FC Bayern für sich verbuchen darf. Sein Status als "Trainer bis Weihnachten" bleibt dennoch erst mal unverändert.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I have to confess....I am addicted to scoring goals 😁⚽⚽⚽⚽ <a href="https://twitter.com/FCBayern?ref_src=twsrc%5Etfw">@FCBayern</a></p>&mdash; Robert Lewandowski (@lewy_official) <a href="https://twitter.com/lewy_official/status/1199455158771605504?ref_src=twsrc%5Etfw">November 26, 2019</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Vier Siege mit 16:0 Toren - unter Flick spielt der deutsche Rekordmeister wie verwandelt. Lewandowski kann seine Abschlussqualitäten noch besser als zuvor schon nutzen, ein Rädchen greift ins andere. Auch Karl-Heinz Rummenigge ist davon begeistert. "Die Mannschaft hat ein fantastisches Spiel abgeliefert, die Serie wird fast unheimlich. Auch die Spielqualität stimmt. Alle haben Spaß an der Mannschaft", sagte der Vorstandschef nach dem ersten Champions-League-Spiel der Post-Hoeneß-Ära.

Die "Lewa"-Party sicherte den Bayern vorzeitig den Gruppensieg und damit einen vermeintlich leichteren Achtelfinal-Gegner, allerdings ist auch ein Duell mit Rekordsieger Real Madrid möglich. Seine Kollegen ließen den Ausnahmestürmer beim nächtlichen Dinner ein paar Meter voraus in den Ballsaal des noblen Hilton Hotels gehen, großer Beifall brandete für den 31-Jährigen auf. "Wir spielen einfach gut als Mannschaft, kompakt defensiv und treffen gute Entscheidungen nach vorne", sagte Lewandowski, ohne seine Torgala in den Vordergrund zu rücken.

Und es ist wohl in der Tat auch eines der derzeitigen Bayern-Erfolgsrezepte, dass Lewandowski nicht der Alleinunterhalter ist wie noch unter Flick-Vorgänger Niko Kovac. Er ist Teil eines harmonischen Ganzen und profitiert davon. "Er kriegt viele Chancen, wenn wir so spielen", merkte Thomas Müller zutreffend an. Im frühzeitig abgekühlten Hexenkessel "Marakana" applaudierten nach den vier Toren (53., Handelfmeter/ 61./64. und 68.) bei Lewandowskis Auswechslung (77.) sogar einige Belgrader Fans.

Erinnerungen wurden wach an Lewandowskis vier Tore für Borussia Dortmund gegen Real im Halbfinal-Hinspiel 2013. Vier Treffer für zwei verschiedene Vereine in der Königsklasse - das hat vor ihm noch keiner geschafft. "Ich weiß nicht wie viele Rekorde er noch knacken will, von mir aus kann das gerne so weitergehen", sagte Leon Goretzka, der mit seinem ersten Treffer (14.) in der Champions League das Entree zur Lewandowski-Show lieferte. Corentin Tolisso (89.) schloss die Klammer.

Doch noch ist nicht alles Eitel Sonnenschein beim FC Bayern, die Tabellenführung in der Bundesliga fehlt. "Ich möchte darum bitten, dass wir nicht in dramatisch große Euphorie verfallen", sagte Rummenigge und forderte weiter höchste Aufmerksamkeit, denn "es wäre schön, wenn wir bis Weihnachten von der Spitze des Baumes nach unten schauen. Das sollte unser Ziel sein". Mal schauen, wie viele weitere Lewandowski-Tore dann unter diesen Baum liegen werden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: „Lewandowski bringt weiter alle zum Staunen“

(sid/old)