Ex-Nationalspieler als Back-up Bayern entscheidet in dieser Woche über Boateng-Rückkehr

München · Der FC Bayern möchte noch in dieser Woche über eine mögliche Rückholaktion von Jérôme Boateng entscheiden. Dabei sollen die sportlichen Aspekte im Mittelpunkt stehen, der Prozess wegen vermeintlich gewalttätiger Attacken gegen seine Ex-Freundin sei kein Thema in München.

 Jérôme Boateng im Trikot des FC Bayern.

Jérôme Boateng im Trikot des FC Bayern.

Foto: AP/Francois Mori

Sportdirektor Christoph Freund hat eine zeitnahe Entscheidung des FC Bayern München über eine Rückkehr von Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng zum deutschen Fußball-Meister angekündigt. „Ja, das wäre unser Ziel. Wir müssten ihn gleich dazu nehmen und nicht zu lange warten. Ich denke, dass es eher Ende dieser Woche eine Entscheidung geben wird“, sagte Freund am Montag am Flughafen München vor der Abreise des Bayern-Teams zum Champions-League-Spiel beim FC Kopenhagen an diesem Dienstag (21.00 Uhr).

Der vereinslose Weltmeister von 2014 könnte den Kader-Engpass der Bayern auf der Innenverteidiger-Position lindern. Dem zweimaligen Triple-Gewinner mit dem FC Bayern käme dabei laut Freund eine „Rolle als Back-up“ für Dayot Upamecano, Neuzugang Minjae Kim und dem in Kopenhagen weiterhin verletzt fehlenden Matthijs de Ligt zu. „Wir haben gesehen, dass wir dort eher dünn aufgestellt sind“, räumte Freund ein. „Es wäre seine Rolle, als Back-up die Mannschaft zu unterstützen und - wenn es sein müsste -, dass er dann auch einspringen könnte“, erläuterte der Sportdirektor.

Angesprochen auf die nicht sportlichen Schlagzeilen um Boateng hinsichtlich dessen Verfahren wegen vermeintlicher gewalttätiger Attacken gegen seine Ex-Freundin, sagte Freund: „Unser Zugang ist dazu, was das Beste für den FC Bayern sportlich ist.“ Das Urteil im Prozess gegen Boateng sei aufgehoben und das Verfahren ausgesetzt, bemerkte der 46-Jährige: „Darum ist es auch seine private Geschichte und kein großes Thema für uns.“

Boateng hatte am Sonntag erstmals wieder beim FC Bayern mittrainiert. Auch an den kommenden Tagen soll der Abwehrspieler an der Säbener Straße trainieren. „Und dann werden wir nochmal ein Gespräch mit ihm führen. Und dann schauen wir, was die beste Entscheidung sein kann für alle Beteiligten“, sagte Freund. Im Gespräch ist ein Vertrag bis zum Saisonende. Die Bayern müssen zunächst die Zeit bis zur Wintertransfer-Periode überbrücken. In Kopenhagen streben die Münchner am zweiten Spieltag der Gruppe A nach dem 4:3-Auftakterfolg gegen Manchester United den nächsten Sieg an.

(dpa/seka)
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