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DFB-Pokal: Thomas Müller streitet nach Bayern-Pleite in Kiel mit Reporterin

„Natürlich haben Sie gelacht!“ : Thomas Müller streitet nach Pokal-Pleite mit Reporterin

Die Stimmung war beim FC Bayern München nach dem Aus im DFB-Pokal bei Holstein Kiel alles andere als gut. Bayern-Profi Thomas Müller lieferte sich ein kurioses Wortgefecht mit einer Reporterin – und entschuldigte sich später dafür.

Nach dem überraschenden Aus im DFB-Pokal bei Holstein Kiel hat sich Bayern-Spieler Thomas Müller einen kuriosen Wortwechsel mit der ARD-Reporterin Valeska Homburg geliefert. Nach der Frage zur Stimmung in der Bayern-Kabine sagte der Spieler des Fußball-Bundesligisten etwas ungehalten: „Sie lachen jetzt hier.“ Woraufhin Homburg antwortete: „Ne, ich lache nicht.“ Müller ließ nicht locker und sagte: „Natürlich haben Sie gelacht!“ Erst nach einer weiteren Frage der Reporterin ging das Interview weiter.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Thomas Müller is not amused. Aber auch doofes Gekicher der Reporterin... <a href="https://twitter.com/hashtag/sielachen?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#sielachen</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/KSVFCB?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#KSVFCB</a> <a href="https://t.co/lVf2xydhOX">pic.twitter.com/lVf2xydhOX</a></p>&mdash; willenlos (@willenlos) <a href="https://twitter.com/willenlos/status/1349489624855539713?ref_src=twsrc%5Etfw">January 13, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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Nach dem spannungsgeladenen Wortwechsel äußerte sich Thomas Müller am Tag danach bei Instagram: „Puh- Der Last Minute Schock sitzt uns noch in den Gliedern. Trotzdem Glückwunsch an dieser Stelle an @holsteinkiel zum Weiterkommen, das ging bei all dem Frust vorhin im Interview ein wenig unter“, schrieb Müller und wandte sich auch an die ARD-Reporterin: „@homburg_valeska, das hätten wir wohl beide etwas besser hinkriegen können - nichts für ungut.“ Dazu drückte Müller seine Laune unter anderem mit den Hashtags „#verlierenmussmankönnen“, „#istaberüberhauptnichtmeins“ und „#undauchnixzumgewöhnen“ aus.

Sportlich ärgerte sich Müller am Abend zuvor über die auffällige Häufung der Patzer, die schon in der Bundesliga zur 2:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach geführt hatte. Vor dem Sky-Mikrofon wirkte der Ex-Nationalspieler schwer bedient: „Das Ausscheiden ist brutal, das muss man erst einmal sacken lassen. Es ist sicherlich nicht gerade die beste Phase des FC Bayern.“

Münchens Trainer Hansi Flick will nach der Überraschungspleite erst gar kein Krisengerede aufkommen lassen. „Im Moment ist das so ein Lauf, den wir haben. Wir müssen jetzt nach vorne schauen, wir müssen viel Arbeiten. Es gibt auch keine Entschuldigung mehr“, sagte Flick nach dem 5:6 im Elfmeterschießen und dem Scheitern schon in der zweiten Runde am Mittwochabend. „Natürlich ist das ein Schock, wir sind enorm enttäuscht.“

Für die sensationelle 5:6-Niederlage im Elfmeterschießen hatte Flick eine simple, aber auch schonungslose Erklärung. „Bei unseren Gegentoren war es zuletzt immer das gleiche Muster“, sagte der Trainer des deutschen Rekordmeisters bekümmert. Beim 1:1-Ausgleich durch Fin Bartels (37.) stand die Hintermannschaft des Champions-League-Gewinners wieder einmal zu hoch. Eine fehlerhafte Zuordnung im eigenen Strafraum in der Nachspielzeit ermöglichte den Platzherren durch einen Kopfballtreffer von Kapitän Hauke Wahl den erneuten Gleichstand.

Dafür durften die Platzherren einen wahrhaft historischen Triumph feiern, begleitet von Feuerwerk und einem spontanen Autokorso samt Hupkonzert vor dem Holstein-Stadion. Coach Ole Werner fasste seine Freude mit viel Pathos in der Stimme zusammen. „Dieses außergewöhnliche Erlebnis werden wir wohl nur einmal im Leben haben. Aber wir haben es uns wirklich verdient.“

(kron/dpa)