DFB-Pokal-Finale: Niko Kovac spricht lieber über Manuel Neuer als über seine Zukunft

Vor dem DFB-Pokalfinale : Kovac spricht lieber über Neuer als über seine Zukunft

Bayern-Trainer Niko Kovac verrät bereits ein erstes Detail seiner Aufstellung fürs DFB-Pokal-Finale. Über seine eigene Zukunft möchte er aber frühestens nach Abpfiff der Partie reden.

Die Bayern hatten sich fein gemacht. Während das Führungspersonal ihres Pokalfinal-Gegners RB Leipzig, vertreten von Kapitän Willi Orban und Trainer Ralf Rangnick, im Sport-Dress das Podium im Berliner Olympiastadion besetzte, trugen der Münchner Coach Niko Kovac und sein Spielführer Manuel Neuer ein dunkles Sakko über dem weißen Hemd.

Dass Neuer gekommen war, beantwortete die erste von einigen offenen Fragen vor dem Endspiel. Der Nationaltorwart kehrt nach seinem Muskelfaserriss an seinen Arbeitsplatz auf dem Rasen zurück. "Der Trainer macht natürlich die Aufstellung", sagte Neuer artig, "aber ich habe die Woche komplett trainiert und ich kann sagen, dass ich mich gut fühle." Wenn das einer wie Neuer sagt, gibt es auch für seinen Coach keinen Grund für Geheimniskrämerei. "Das kann ich verraten", erklärte Kovac, "er wird spielen."

Derartige Freibriefe stellte er dem weiteren Personal nicht aus. Es war allerdings unschwer herauszuhören, dass er dem routinierten Trio Rafinha, Arjen Robben und Franck Ribéry, das vor dem letzten Spiel bei den Bayern steht, zunächst mal einen Platz in der ersten Reihe am Spielfeldrand zuweisen wird. Um eine Antwort darauf, wer den verletzten Leon Goretzka im Mittelfeld vertreten könnte, wand er sich herum.

Eine der für ihn doch ganz wesentlichen Fragen wollte er ebenfalls nicht beantworten - die nach seiner Zukunft im Klub. "Lassen Sie uns über das Spiel reden, alles andere wäre respektlos gegenüber dem Gegner. Es geht ums Finale, ich bin sekundär", beteuerte der Trainer. Dafür sprach mal wieder der Vorstandschef. Karl-Heinz Rummenigge erklärte dem "Kicker" bei einer Veranstaltung der "Bildzeitung" in Berlin: "Keiner bei uns hat etwas in Frage gestellt." Und er versicherte, dass die Zukunft des Trainers nicht vom Ausgang des Pokalfinales abhängig sei - "das wäre verrückt und unverantwortlich". Er betonte aber auch, "dass wir uns nach der Saison zusammensetzen und alles analysieren. Und dann sehen wir, wie es weitergeht". Kovac sagte dazu nichts. Er lächelte nur. Und entspannt sah er aus, sehr entspannt.

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