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Coronavirus: Hansi Flick rechnet mit Impfung bei Joshua Kimmich und bestätigt Imfpung von Serge Gnabry

Bundestrainer sieht „Tendenz“ : Flick rechnet mit Impfung bei Kimmich - und bestätigt Gnabry-Impfung

Der bislang ungeimpfte Nationalspieler Joshua Kimmich war zuletzt Gegenstand zahlreicher Corona-Debatten. Laut Hansi Flick scheint es beim Bayern-Profi jedoch ein Umdenken zu geben. Zudem äußerte sich der Bundestrainer zu den Impf-Gerüchten um Serge Gnabry und Jamal Musiala.

Bei seiner Videoschalte aus London sah sich Hansi Flick erst doppelt und wurde dann von einem Feueralarm gestört. Doch seine Botschaften brachte der Bundestrainer kristallklar herüber: Das Impfproblem um Joshua Kimmich und weitere Nationalspieler werde sich bald lösen - da wusste Flick freilich noch nichts vom positiven Test des Bayern-Profis.

Mit hörbarer Erleichterung hatte Flick am Mittwochnachmittag noch die Erwartung verkündet, dass Kimmich seinen landesweit heftig diskutierten Widerstand gegen eine Corona-Impfung mit einem mRNA-Vakzin aufgeben wird. „Ich denke, dass es bei Jo in die Richtung geht, dass er sich impfen lässt“, sagte Flick: „Ich kann jetzt auf Zeit spielen. Bis zum nächsten Länderspiel im März wird sich vieles verändert haben.“

Wenige Stunden darauf bestätigte der FC Bayern Kimmichs positiven Test, zuvor hatte die „Bild“ darüber berichtet. Als ungeimpfte Kontaktperson eines Corona-Infizierten hatte sich Kimmich zuletzt ohnehin in Quarantäne befunden. „Dem Mittelfeldspieler des FC Bayern geht es gut“, schrieben die Münchner in einer Mitteilung über den 26 Jahre alten Nationalspieler.

Er habe mit Kimmich gesprochen, hatte Bundestrainer Flick, der in England eine Reihe von Premier-League- und Champions-League-Spielen besucht, noch kurz zuvor verraten. „Es war ein sehr gutes Gespräch, eine Tendenz habe ich gesehen. Ihn beschäftigt das sehr.“ Es sei falsch, Kimmich „an den Pranger zu stellen“ - dies lenke davon ab, dass in Deutschland „vieles besser laufen müsste“.

Neben Kimmich sind in München auch die DFB-Spieler Serge Gnabry und Jamal Musiala sowie Michael Cuisance und der positiv getestete Eric Maxim Choupo-Moting in Quarantäne. Die Champions-League-Dienstreise in die Ukraine und das 2:1 (2:0) im dortigen Olympiastadion hatte Choupo-Moting darum verpasst - weitere Partien werden bei ihm nun dazukommen. Medienberichten zufolge haben Gnabry, der nach einer Corona-Infektion genesen war, und Musiala inzwischen ihre erste Impfung erhalten. Der „Kicker“ hatte den Piks für Gnabry und Musiala zuerst vermeldet. Für Gnabry bestätigte Flick dies: „Serge hat eine Boosterimpfung bekommen.“ Diese würde nach der überstandenen Erkrankung ausreichen. Musiala soll den vollen Impfschutz in der Winterpause aufbauen.

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Auf eine Impfpflicht für die deutschen Nationalspieler will der Bundestraine aber vorerst verzichten. „Ich kann jetzt auf Zeit spielen, wir haben im März erst das nächste Länderspiel“, sagte Flick. „Und ich denke, bis dahin hat sich vieles verändert.“

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die mit den DFB-Frauen im kommenden Sommer die EM in England spielt, sagte, bei einer „2G plus“-Regel könne es „mal passieren, dass du einen Spieler oder eine Spielerin nicht nominieren kannst“. Unter den deutschen Nationalspielerinnen liege die Impfquote aber bei „nahezu 100 Prozent“.

(dpa/old)