Bayern München: Uli Hoeneß kritisiert Investoren-Klubs

Uli Hoeneß kritisiert Investoren-Klubs: „Wir spielen gegen Staaten“

Unter seiner Führung werde es beim FC Bayern keine verrückten Transfers geben. Präsident Uli Hoeneß hat bei einer Wahlkampfveranstaltung der CSU über den internationalen Wettkampf gesprochen.

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß wehrt sich dagegen, ein Jahr ohne Finalteilnahme in der Champions League als misslungen zu bezeichnen. Bei einer Wahlkampfveranstaltung der CSU in seinem Heimatort Bad Wiessee erinnerte er am Donnerstagabend daran, dass sich der deutsche Fußball-Serienmeister in der Königklasse mit reichen Investorenclubs messe. „Wir spielen nicht gegen andere Vereine, sondern gegen Staaten. Wenn es in Zukunft den einen oder anderen Verein nicht mehr gibt, weil ein Staat das Geld abzieht, wird es den FC Bayern noch geben“, zitierte ihn die „Bild“-Zeitung.

Dass sein Verein kritisiert werde, wenn er in so einem Wettbewerb das Finale verpasse, bezeichnete Hoeneß als „maßlos“ und sagte: „Wenn man mit 20 Punkten Vorsprung Meister wird und unglücklich im Halbfinale der Champions League ausscheidet, wird von einer schlechten Saison geredet.“ Die Bayern waren im Frühjahr im Halbfinale wegen nur eines Tores am späteren Champions-League-Sieger Real Madrid gescheitert.

Hoeneß sprach auch über Transfers. Unter ihm werde deutsche Fußball-Rekordmeister auf dem Transfermarkt Vernunft walten lassen. "So lange wir verantwortlich sind, kann ich verrückte Dinge wie 200 Millionen Euro Ablöse ausschließen", sagte der 66-Jährige. Hoeneß kann sich aber durchaus "einen Transfer für 50, 60 oder 80 Millionen" vorstellen, "wenn wir auf einer Position Probleme sehen". Das werde aber die Ausnahme bleiben, so Hoeneß.

(dpa/sef)