Bayern München: Uli Hoeneß geht auch wegen Streit mit Kalle Rummenigge

Umbruch beim FC Bayern : Hoeneß geht auch wegen Streit mit Rummenigge

Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Uli Hoeneß wird sein Amt als Bayern-Präsident im November aufgeben und auch den Vorsitz im Aufsichtsrat niederlegen. Ex-Ministerpräsident Stoiber plauderte auch über Interna.

Stoiber, der auch Aufsichtsratsmitglied bei Bayern ist, erzählte laut „Kicker“ am Rande eines Empfangs für den Doublesieger im Hofgarten der Staatskanzlei in München, dass Hoeneß am Donnerstag dem Aufsichtsrat seine Entscheidung offiziell mitteilen werde.

Stoiber erklärte zudem, dass Unstimmigkeiten zwischen Hoeneß und Bayerns Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge den langjährigen Bayern-Präsidenten maßgeblich zu diesem Schritt bewogen hätten: Die Jahreshauptversammlung 2018 mit den Vorwürfen eines Mitglieds "war für ihn ein solcher Schock, und danach kamen die Zwistigkeiten mit Kalle dazu. Die Auseinandersetzung um den Trainer."

Hoeneß stand in der vergangenen Saison trotz mancher Schwächephasen der Bayern zu Trainer Niko Kovac, während sich Rummenigge mehrmals in aller Öffentlichkeit kritisch zum Nachfolger von Jupp Heynckes geäußert hatte.

Auch bei Hoeneß selbst klang der Abschied durch. Am Donnerstag möchte er zunächst den Aufsichtsrat auf einer Sitzung darüber unterrichten, was schon vor fünf Wochen zum Abschluss der USA-Reise des FC Bayern publik geworden war: Er will sich Ende November aus dem Präsidentenamt zurückziehen. Den Vorsitz des Aufsichtsrates, in dem er vor nicht mal einem Jahr bis Ende 2022 bestätigt wurde, gibt er auch vorzeitig ab.

Ganz geht der langjährige Manager aber nicht. Er möchte als einfaches Mitglied im Aufsichtsrat verbleiben. Und er versprach am Mittwoch: „Die Hilfe für den FC Bayern hat ja nichts mit dem Amt zu tun. Ich habe immer gesagt, dass ich dem Verein, was immer ich tun kann, zur Verfügung stehe - und das ist nicht an irgendein Amt gebunden.“

(csi/SID)
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