Bayer Leverkusen: Teldafax: Streit um Sponsorengelder geht weiter

Bayer Leverkusen : Teldafax: Streit um Sponsorengelder geht weiter

Das juristische Tauziehen zwischen der insolventen Teldafax-Gruppe und dem Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen über die Rechtmäßigkeit gezahlter Sponsorengelder geht in die nächste Runde. Das Landgericht Köln ordnete am Mittwoch eine Beweiserhebung in dem Rechtsstreit an. Am 19. Februar 2014 soll die mündliche Verhandlung vor dem Gericht fortgesetzt werden.

Der Insolvenzverwalter des einstigen Billigstromanbieters, Biner Bähr, fordert von dem Werksclub 16 Millionen Euro plus Zinsen zurück. Da der Bundesligist nicht zahlen will, hatte Bähr im April beim Landgericht Köln Klage eingereicht.

Dabei geht es um die Frage, ob Bayer Leverkusen die Summen aus dem Trikotsponsoring rechtmäßig erhalten hat. Vor Gericht muss geklärt werden, ob bei den Gesprächen zwischen den Vereinsverantwortlichen und Teldafax die drohende Insolvenz des Unternehmens ein Thema gewesen ist und der Club von der finanziellen Schieflage des Energiedienstleisters gewusst hat.

Teldafax war von 2007 bis 2011 Trikotsponsor des Bundesligisten. Der Vertrag wurde erst wenige Tage vor der Insolvenz des bis dahin größten Billigstromanbieters gelöst. Die 16 Millionen Euro flossen zwischen 2009 und 2011, einem Zeitraum, in dem Teldafax nach Erkenntnissen des Insolvenzverwalters längst hoffnungslos überschuldet war und die Insolvenz verschleppte.

Das Teldafax-Management ist inzwischen wegen des Vorwurfs des gewerbsmäßigen Betrugs und Bankrotthandlungen angeklagt. Die Pleite ist mit mehr als 700.000 Geschädigten eine der spektakulärsten Unternehmenszusammenbrüche der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

(lnw)
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