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Stadt verschärft Streit zwischen Ultras und Bayer 04 Leverkusen

Bayer Leverkusen : Stadt verschärft Streit zwischen Ultras und Bayer 04

Vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag (18.30 Uhr/Live-Ticker) gegen Borussia Mönchengladbach droht das Verhältnis zwischen den Ultras von Bayer Leverkusen und dem Werksklub erneut auf die Probe gestellt zu werden. Schuld daran ist eine zum wiederholtem Male nicht genehmigte Choreographie der Fan-Gruppierung "Farbenstadtinferno" (FSI).

Bereits am vergangenen Sonntag wollten die Ultras zur Feier ihres zehnjährigen Bestehens eine dreiteilige Choreographie starten, bei der eine Blockfahne über die Köpfe der Anhänger gehalten wird. Der Stoff der Fahne stellte sich jedoch als leicht entflammbar heraus, was zu einer kurzfristigen Absage der Aktion führte. Die Ultras machten daraufhin den Verein für das Nicht-zustande-Kommen der Aktion verantwortlich. Um die in tagelanger Arbeit entstandene Choreographie zu retten, bot der Werksklub seine Hilfe an und engagierte für 500 Euro einen Feuer-Fachmann. Er sollte dabei helfen, den Fahnenstoff zu imprägnieren und so sicher zu machen, dass die Blockfahne heute doch noch in der BayArena hätte gezeigt werden können.

Am Freitagnachmittag untersagte die Stadt dann aber wegen Brandschutzbedenken die Rettungsaktion. Das dabei verwendete Mittel sei "nicht geeignet, um entsprechende Materialien für die geplante Fan-Choreographie zu imprägnieren", heißt es in einem Schreiben der Stadt. Bayers Direktor für Fans und Soziales, Meinolf Sprink, bedauerte die Absage, stellte aber klar: "Uns sind die Hände gebunden."

(sb)