Bayer Leverkusen: Schürrle wartet auf Freigabe für Chelsea

Bayer Leverkusen : Schürrle wartet auf Freigabe für Chelsea

Bayer 04 qualifiziert sich durch ein 2:0 in Nürnberg für die Champions League und sucht weiter eifrig nach einem Ersatz für André Schürrle.

Von den vorhandenen Baustellen hat Bayer Leverkusen die wichtigste schließen können. Das 2:0 in Nürnberg (Tore durch Ömer Toprak und Stefan Kießling) garantiert dem Werksclub die Teilnahme an der Champions League und damit einen warmen Millionenregen. "Der Unterschied zur Europa League liegt im Moment bei 15 Millionen Euro netto. Das ist schon ein Betrag, mit dem man etwas anfangen kann", sagte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser zur Einordnung des Erreichten.

"Hochverdient" Dritter

Ihm und Sportdirektor Rudi Völler gefällt dabei Bayers Rolle als "Schnittstelle" (Völler) zwischen den Top-Zwei und dem Rest der Liga außerordentlich gut. An den Status der dritten Kraft könnte man sich im Verein auf Dauer glatt gewöhnen. "Ich finde es schön, dass man klar sieht, dass wir zu Recht Dritter sind, nicht knapp und mit ein bisschen Glück, sondern hochverdient", sagte Völler.

Mit dem Übertreffen des Mindestziels Europa League geht für die Verantwortlichen die Kaderplanung nun in die heiße Phase. Beherrschendes Thema bleibt der Wechselpoker um André Schürrle, den der FC Chelsea im Übrigen schon seit 2009 auf dem Zettel hat. "André hat bei Chelsea wohl eine vertragliche Vereinbarung unterschrieben. Es hängt davon ab, ob wir ihn freigeben. Wir haben auch ein konkretes Angebot über einen Betrag, über den wir nachdenken, über den man nachdenken muss. Aber der Preis alleine entscheidet nicht, auch die sportliche Alternative muss vorhanden sein", sagte Holzhäuser.

Daran mangele es allerdings momentan noch, nicht zuletzt, weil Wunschkandidat Kevin de Bruyne "mit dem FC Chelsea noch das eine oder andere Gespräch zu führen hat. Und dann müssen wir mit mit Kevin noch mal sprechen, ober er denn tatsächlich zu uns kommen will, und wenn ja, zu welchen Bedingungen", sagte Holzhäuser. Völler war seinerseits noch am Vorabend des Nürnberg-Spiels nach St. Etienne gereist, um Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang (23, 19 Liga-Tore) und — so heißt es aus Frankreich — Verteidiger Faouzi Ghoulam (22) im Spiel gegen Bordeaux zu beobachten.

Lewandowski-Entscheidung steht bevor

Trainer Sascha Lewandowski stellte derweil in Aussicht, womöglich doch früher als am 18. Mai die Entscheidung über seine Zukunft zu verkünden. "Ich glaube, dass man es eher hinkriegen kann", sagte er. "Ich werde mir sicherlich auch schon eher die nötigen Gedanken machen. Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, weiterzumachen, aber es gibt auch viele gute Gründe, die aus meiner Sicht dann einfach dafür sprechen, dass man einen anderen Weg findet." Der Rückzug des 41-Jährigen in den Jugendbereich wird allgemein erwartet.

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(RP)