Roger Schmidt schließt Transfer von Hakan Calhanoglu nicht aus

Bayer Leverkusen : Neu-Trainer Schmidt hakt Calhanoglu-Transfer nicht ab

Bayer Leverkusens neuer Trainer Roger Schmidt hat die Hoffnung auf einen Transfer von HSV-Jungstar Hakan Calhanoglu zum Werksklub noch nicht aufgegeben. "Ich habe das noch nicht abgehakt", sagte Schmidt bei seiner Vorstellung am Montagmittag in der BayArena.

Auch Bayers Sportdirektor Rudi Völler wollte trotz der weiterhin bestehenden Weigerung des HSV, Calhanoglus Wunsch zu entsprechen und ihn trotz eines Vertrags bis 2018 nach Leverkusen ziehen zu lassen, diese Personalie noch nicht ad acta legen. "Wir stehen zu unserem Angebot, und wir hoffen natürlich, dass da noch nicht das letzte Wort gesprochen ist", sagte Völler. Als Neuzugänge nahmen am Morgen zunächst einmal der Brasilaner Wendell (20, Porto Alegre, Linksverteidiger), der Ukrainer Vladlen Yurchenko (20, Schachtjor Donezk, Mittelfeld) sowie die Kroaten Tin Jedvaj (18, AS Rom, Innenverteidigung) und Dario Kresic (30, Mainz 05, Torhüter) an Schmidts erstem Training teil. Die WM-Teilnehmer Josip Drmic, Heung-Min Son und Emir Spahic sowie die Rekonvaleszenten Lars Bender, Robbie Kruse und Ömer Toprak fehlten erwartungsgemäß.

Bei der Neubesetzung des Athletiktrainerpostens entsprachen die Leverkusener derweil gleich zwei Wünschen: Erstens dem von Schmidt, in Oliver Bartlett dessen Mitstreiter aus Salzburg mitbringen zu können, und zweitens dem von Holger Broich, nun endlich seinen Anfang 2013 verweigerten Wechsel zum FC Bayern vollziehen zu können. Bartlett (45) arbeitete bereits in Dortmund und beim DFB und gilt als einer der führenden Köpfe in der Szene.

Schmidt kündigt attraktiven Offensiv-Fußball an

Schmidt war in jedem Fall die Vorfreude auf seine erste Stelle in der Bundesliga anzumerken. "Ich empfinde es als große Wertschätzung, dass man mir diese Mannschaft anvertraut", sagte der 47-Jährige und kündigte an: "Wir wollen unsere Zuschauer mit attraktivem und offensivem Fußball begeistern." Dass dieser künftig verstärkt von aggressivem Pressing, spielerischer Dominanz und schnellem Umschalten nach Ballgewinn geprägt sein soll und damit stark an Auftaktgegner Borussia Dortmund erinnert, daraus machte Schmidt kein Geheimnis: "Dortmund ist ein gutes Beispiel dafür, wie man erfolgreich sein kann, wenn man anders spielt als andere", sagte Schmidt.

Die arrivierten Spieler sprachen nach der ersten Einheit vor gut 200 Zuschauern von einem guten Eindruck vom neuen Trainer. "Ich habe mich gut mit ihm unterhalten, der erste Eindruck ist sehr positiv", sagte Stefan Kießling, während Simon Rolfes forderte: "Wir müssen daran arbeiten, wieder offensiver zu spielen. Das ist die Prämisse, die der Verein ausgegeben hat." Ob er, Rolfes, auch in der kommenden Saison Kapitän bleibt, will Schmidt übrigens "im Laufe der Vorbereitung entscheiden".

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(klü)
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