Nach Fehlstart von Bayer 04 Leverkusen: Heiko Herrlich interessiert Trainer-Diskussion nicht

Nach Fehlstart von Bayer 04 Leverkusen : Herrlich interessiert Trainer-Diskussion nicht

Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Bundesligaspielen wird vor allem Bayer 04 Leverkusens Trainer Heiko Herrlich kritisiert. Der setzt darauf, dass er die Mannschaft in den nächsten Tagen noch entwickeln kann.

Heiko Herrlich hat sich überrascht von der Kritik an seiner Person gezeigt. „Aber es ist so und das akzeptiere ich", sagte der Trainer von Bayer 04 Leverkusen am Montagnachmittag. Die Werkself ist mit zwei Niederlagen in Mönchengladbach (0:2) und gegen Wolfsburg (1:3) in die Saison gestartet - so schwach wie zuletzt 1994. Herrlich fühle sich dennoch gut. "Ich habe keine Wunden, aus denen Blut fließt und es stehen keine Knochen hervor", sagte der 46-Jährige. Er sei ein Kämpfer und freue sich auf die "Herausforderung, die Mannschaft wieder auf Spur zu bringen".

 Gegen Wolfsburg ließ die Werkself in der zweiten Halbzeit fast jeglichen Widerstand vermissen. "Ich fordere immer wieder Erfolge ein", sagte der Fußballlehrer. "Das ist mein Job, das werde ich gebetsmühlenartig runterleiern. Es ist meine Aufgabe, dass wir uns in diesen Bereichen verbessern – da hoffe ich auf eine Entwicklung", sagte er. Dass der Verein angeblich bereits einen Nachfolger suche, interessiere ihn nicht. „Damit beschäftige ich mich nicht, das bringt mich nicht weiter und hilft niemandem."

Auf die Frage, ob er geschockt vom Start seines Teams sei, antwortete der Bayer-Coach: „Ganz geschockt nicht. Ich kenne ja meine Mannschaft und weiß, wozu sie im Stande ist. Aber ich kenne natürlich auch die Kehrseite der Medaille. Wir haben viele junge und talentierte Spieler. Im letzten Jahr hatten wir auch Phasen, in denen wir - was die Mentalität anbelangte - Hänger hatten und nicht 90 Minuten konsequent waren." Wichtig sei nun, dass alle Professionalität und Mentalität vorleben. "Und zwar alle“, forderte Herrlich.

Am dritten Spieltag gastieren die Leverkusener beim Rekordmeister in München (15. September).

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