Moussa Diaby wechselt von Paris St. Germain zu Bayer 04 Leverkusen

Französischer U20-Nationalspieler : Moussa Diaby ist Bayers neuer Flügelflitzer

Für kolportierte 15 Millionen Euro wechselt das französische Offensivjuwel Moussa Diaby von Paris St. Germain zur Werkself. Der 19-Jährige freut sich auf die Herausforderung Bundesliga – und auf die Champions League.

Zuletzt wurden gleich mehrere Offensivspieler ernsthaft mit einem Wechsel zur Werkself in Verbindung gebracht. Martin Ödegaard war ein Name, der in dem Zusammenhang immer wieder fiel – ebenso wie Daniel Olmo Carvajal. Beide dürften auch weiterhin ein Thema unterm Bayer-Kreuz sein, aber bei einer Personalie haben Sportgeschäftsführer Rudi Völler und Sportdirektor Simon Rolfes schnell Nägel mit Köpfen gemacht: Moussa Diaby.

Der 19-jährige Franzose war am Freitagvormittag bereits zum Medizincheck in Leverkusen, nachdem am Donnerstag erste Gerüchte über einen Wechsel aus Paris ins Rheinland schwappten. Mit Paris St. Germain habe sich der Werksklub auf eine Ablösesumme in Höhe von 15 Millionen Euro geeinigt, heißt es in übereinstimmenden Meldungen zu dem Transfer. Demnach hat er einen Vertrag bis 2024 unterschreiben, der wohl auch eine Klausel beinhaltet, dass im Falle eines Weiterverkaufs 20 Prozent der Ablöse an PSG gehen.

„Er ist ein extrem schneller, technisch starker Angreifer, dessen Qualitäten ideal zu unserer Spielidee passen“, betont Rolfes. „Moussa ist mit 19 Jahren schon sehr weit – und eines der ganz großen französischen Talente, das bei uns die besten Voraussetzungen vorfindet, um sich zu einem absoluten Klassespieler zu entwickeln.“

Im Team von Trainer Thomas Tuchel kam das Offensivjuwel trotz der enormen Konkurrenz im Angriff 25 Mal in der Ligue 1 zum Einsatz und stand dabei zehnmal in der Startelf. Wettbewerbsübergreifend kommt er in der vergangenen Saison auf 34 Spiele, vier Tore und sieben Vorlagen. Diaby kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Außenbahn spielen, gilt als technisch beschlagener Spieler mit hohem Tempo und explosionsartigem Antritt. Damit ist er ein direkter Konkurrent für Karim Bellarabi und Leon Bailey, die ebenfalls mit viel Geschwindigkeit und über die Außenpositionen kommen.

Der Linksfuß freut sich nach eigenem Bekunden „über eine große Chance, bei einem deutschen Spitzenklub neue Impulse zu bekommen und mich und mein Spiel weiter zu verbessern.“ Der Schritt in „eine der besten und ausgeglichensten Ligen Europas“ sei für ihn sehr spannend, sagt Diaby. „Ich bin neugierig auf Deutschland, den besonderen Fußball hier und auf die tollen Stadien. Und es ist natürlich großartig, mit Bayer 04 auch in der Champions League dabei zu sein.“

Diaby, der in Leverkusen passend zu seinem Alter die Rückennummer 19 tragen wird, ist gebürtiger Pariser und stammt aus dem PSG-Nachwuchs. Der Transfer ist wohl auch deshalb so zügig über die Bühne gegangen, weil der französische Meister wie schon 2018 bis Ende Juni mindestens 60 Millionen Euro durch Transfers einnehmen muss. Die „Financial Fairplay“-Regeln der Uefa schreiben vor, dass ein Verein nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt. Die an Uefa-Wettbewerben teilnehmenden Klubs dürfen innerhalb von drei Jahren ein maximales Defizit in Höhe von 30 Millionen Euro aufweisen. Zur Erinnerung: 2017 gönnte sich PSG Neymar für rund 222 Millionen Euro und 2018 Kylian Mbappé für 135 Millionen Euro.

Aus Völlers Sicht beweise der Wechsel „einmal mehr, dass wir für junge Topspieler ein sehr reizvoller Verein sind. Es ist bekannt, dass man sich in Leverkusen schnell auf allerhöchstem Niveau beweisen kann. Er wird uns mit seinem enormen Tempo und seiner Technik viel Freude bereiten – da bin ich sicher.“

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