Lukas Podolski spottet über Bayer 04 Leverkusen

Nach 1:4 gegen Schalke: Podolski spottet über Bayer Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen steckt nach dem 1:4-Debakel gegen Schalke 04 mitten im Abstiegskampf. Und wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen. Das dachte sich wohl auch Lukas Podolski.

Der Ex-Nationalspieler stichelte bei Twitter gegen die Werkself. Der Stürmer von Galatasaray Istanbul, dessen Herz für Leverkusens Lokalrivalen 1. FC Köln schlägt, postete in Anspielung auf Leverkusens Hauptsponsor ein Foto einer Aspirin-Schachtel.

Auf einen Kommentar verzichtete Podolski, lediglich zwei Emojis vervollständigten den Tweet. Dass Podolski seinen Fans nur kurz mitteilen wollte, dass er unter Kopfschmerzen leide, scheint ob des Zeitpunkt des Postings am Freitagabend kurz nach der Leverkusener Niederlage aber unwahrscheinlich. Bei "Poldi" selbst läuft sportlich allerdings auch nicht alles rund. Zuletzt verlor er mit Galatasaray zu Hause das Stadtderby gegen Fenerbahce.

Am Samstag legte Podolski sogar nochmal nach. "Kießling: 'Dann hauen wir die Scheiss Kölner weg." Hat Bayer immer noch keine Pille gegen Minderwertigkeitskomplexe entwickelt', twitterte er provokant.

Beim Spiel musste sich Bayer 04 schon Häme der Schalke-Fans gefallen lassen. Nach Bayers schnellstem 0:3-Rückstand durch Tore von Guido Burgstaller (7. Minute), Benedikt Höwedes (10.) und Alessandro Schöpf (18.) schwenkten sie weiße Taschentücher. Nach Burgstallers 0:4 (50.) verließen bereits mehrere tausend Bayer-Fans die Arena. Das 1:4 von Stefan Kießling (69.) sahen sie nicht mehr.

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Rund 150 Fans machten ihrem Unmut nach dem Spiel Luft und hinderten die Spieler der Werkself einige Zeit an der Ausfahrt aus der Tiefgarage. Vor dem Ausgang skandierten die Anhänger lautstark "Wir wollen die Mannschaft sehen" und versperrten teilweise mit einer Sitzblockade den Weg.

Einige Profis, darunter der verletzte Kapitän Lars Bender und Nationalspieler Kevin Volland, stellten sich den Anhängern, um mit ihnen zu diskutieren. Bayer-Urgestein Kießling war bereits im Stadion mit den verärgerten Fans in den Dialog getreten.

"Ich kann den Unmut der Fans verstehen, aber gerade in dieser schwierigen Situation müssen wir alle zusammenstehen", sagte Leverkusens Sportchef Rudi Völler zu der angespannten Situation unter dem Bayer-Kreuz. Der Weltmeister von 1990 kündigte für die kommenden Tage weitere Gespräche mit der Anhängerschaft an, um eine Eskalation zu vermeiden.

Das 1:4 war die höchste Bundesliga-Heimniederlage seit 33 Jahren.

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(areh/sid)
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