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Leon Baileys Abgang eröffnet Bayer 04 Leverkusen neue Möglichkeiten

Weitere Zugänge geplant : Leon Baileys Abgang eröffnet Bayer neue Möglichkeiten

Der Wechsel von Bayer Leverkusens Leon Bailey zu Aston Villa ist so gut wie fix. Der Werksklub könnte einen Teil des Erlöses in Bremens Angreifer Joshua Sargent investieren. Auch für die Defensive gibt es einen konkreten Kandidaten.

Die Gerüchte, dass es Leon Bailey von der Werkself in die Premier League zieht, kursierten schon seit Tagen. Am Samstag hat der englische Erstligist Aston Villa bestätigt, dass sich beide Klubs auf einen Transfer geeinigt haben und nur noch letzte Details dem Wechsel im Weg stehen – wie etwa der obligatorische Medizincheck. Bayer 04 hat das noch nicht offiziell bestätigt, aber das Risiko, dass der Deal noch platzen könnte, ist minimal.

Angeblich soll der Werksklub inklusive Boni bis zu 35 Millionen Euro für den Jamaikaner kassieren, der im Januar 2017 für 12,5 Millionen Euro vom KRC Genk ins Rheinland kam – kein schlechtes Geschäft, aber angesichts der Tatsache, dass Bailey Vergangene Saison mit 15 Toren und elf Vorlagen in 40 Pflichtspielen der Topscorer der Werkslef war, sicher auch auch ein sportlicher Verlust.

Um diesen zu kompensieren, haben Sportdirektor Simon Rolfes und Sportgeschäftsführer Rudi Völler nun neue finanzielle Spielräume – und dem Vernehmen nach ein Auge auf Bremens Joshua Sargent geworfen. Das gilt sprichwörtlich, denn beide waren am Samstagabend bei Bremens 3:2-Sieg in Düsseldorf, bei dem Sargent zwei Treffer erzielte, im Stadion. Rund zehn Millionen Euro sollen für den US-Amerikaner fällig sein, damit der Absteiger seinen Angreifer ziehen lässt.

Auf einer etwas wackeligeren Basis steht das Gerücht, Bayer sei an Thilo Kehrer interessiert. Paris St. Germain will den vielseitig einsetzbaren Abwehrspieler abgeben, doch der Werksklub arbeitet bereits seit geraumer Zeit an der Verpflichtung des 19-jährigen Ecuadorianers Piero Hincapié. Er wäre nach Odilon Kossounou der zweite junge Innenverteidiger, der in diesem Sommer nach Leverkusen kommt. Der Nationalspieler überzeugte zuletzt bei der Copa América und sammelte in der vergangenen Saison Spielpraxis bei CA Talleres in Argentinien. Sein Marktwert wird irgendwo zwischen acht und zehn Millionen Euro taxiert.

Klappt der Transfer, würde sich Positionskonkurrent Panagiotis Retsos wohl aus Leverkusen verabschieden müssen. Ebenfalls noch abgeben will Bayer wohl zudem Linskverteidiger Wendell, an dem Benfica Lissabon Interesse haben soll, und Stürmer Joel Pohjanpalo, der mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht wird. Kein akutes Thema soll indes der Iraner Sardar Azmoun von Zenit St. Petersburg sein. Stattdessen könnte der Vertrag des angeblich Wechselwilligen Lucas Alario bis 2024 verlängert werden. Es wäre eine bemerkenswerte Kehrtwende, denn eigentlich standen die Zeichen bereits auf Abschied – und Azmoun galt als Topkandidat, um Alario zu ersetzen.

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Der Argentinier hat beim Testspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen am Samstag zwei Tore zum 3:1-Sieg beigesteuert, gilt aber als notorisch unzufrieden mit seiner Rolle im Team. Doch auch in der kommenden Saison wird er wohl trotz seiner Treffsicherheit nur Stürmer Nummer zwei hinter Patrik Schick bleiben, der gegen RWO einen Treffer erzielte. Zuletzt wurde Udinese Calcio ernsthaftes Interesse an einer Verpflichtung des 28-Jährigen nachgesagt.