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Bayer Leverkusen: Kommentar: Erfrischende Selbstkritik

Bayer Leverkusen : Kommentar: Erfrischende Selbstkritik

Es gibt Spiele von Bayer 04, nach denen begibt sich ein Journalist mit klaren Vorstellungen in eine Mixed Zone. Mit klaren Vorstellungen davon, wie die Beteiligten das Gezeigte gleich bewerten werden. Im Falle des 3:1 von Augsburg wäre dann auch niemand überrascht gewesen, wären vornehmlich Statements gefallen wie "Hauptsache gewonnen", "Nach dem ,Wie' fragt morgen doch schon keiner mehr" oder "Gegen Gladbach haben wir gut gespielt und nicht gewonnen. Da ist es so wohl besser, oder?".

Doch weit gefehlt. Leverkusens Profis wussten die Öffentlichkeit zu überraschen. Denn sie warteten auf weiter Flur mit einer in der Vergangenheit nicht immer im Repertoire befindlichen und dadurch nun um so erfrischenderen Selbstkritik auf. Ja geradezu erbost war ein Großteil der Beteiligten über den eigenen Auftritt. Im Sinne einer Weiterentwicklung der Mannschaft könnte diese Beobachtung der wertvollste Aspekt dieses Auswärtssieges in Augsburg sein. Allerdings nur dann, wenn diese Selbstkritik bei der Mehrheit die Lebensdauer einer Eintagsfliege überdauert.