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Bayer Leverkusen: Kießling: "Jetzt will ich die Kanone"

Bayer Leverkusen : Kießling: "Jetzt will ich die Kanone"

Vielleicht kriegt Tayler Kießling ja zur neuen Saison ein neues Trikot. Am Samstag trug er auf dem Arm von Vater Stefan noch eins, auf dem stehen nur "Papa" und die Nummer "11". Doch die Chancen stehen gut, dass sich Kießling Junior schon ab nächstem Samstag mit der Aufschrift "Torschützenkönig Papa" auf den Spielplatz begeben könnte.

Beim 3:1 gegen Hannover traf Stefan Kießling zum 24. Mal in dieser Saison. Weil Konkurrent Robert Lewandowski bei Dortmunds 3:3 in Wolfsburg leer ausging, geht Leverkusens Torjäger nun mit einem Treffer Vorsprung ins Saisonfinale. "Jetzt können wir sie holen, oder?", fragte "Kieß" am Samstag rhetorisch und mit einem Schmunzeln. Das "Wir" ist dabei kein Zufall, denn der 29-Jährige sähe auch diesen Titel als Auszeichnung für die ganze Mannschaft.

Kießlings Mitspieler versuchten ihrerseits gegen erbärmlich harmlose Niedersachsen, ihrem Mitspieler Tor um Tor aufzulegen. Manchmal ging das Vorhaben indes allzu offensichtlich vonstatten und scheiterte deswegen. "Man darf nicht versuchen, es zu erzwingen", sagte Kießling, und dass er selbst zumindest versuche, sich in dieser Woche nicht zu sehr unter Druck zu setzen, was den zum Greifen nahen Titel "Torschützenkönig" angeht. "Ich will die Kanone jetzt natürlich auch holen", sagte er allerdings auch.

Das "i-Tüpfelchen" wäre es, sagt Kießling, wenn er am Ende der beste Torjäger sei. Seine perönlich beste Saison spielt er ohnehin schon, und Ulf Kirstens Rekord mit den meisten Treffern eines Leverkuseners in einer Saison (22) hat er ja auch schon überboten. Kirsten ist im Übrigen der bis dato einzige aus dem Werksclub, der schon mal Torschützenkönig war: 1992/93 (mit Anthony Yeboah), und 1996/97 sowie 1997/98.

Kießlings 24 Treffer in der bisherigen Saison sagen aber letztlich noch etwas anderes aus als seine persönliche Qualität im Abschluss: Sie unterstreichen, dass der wohl maßgebliche Grund für Bayers erneute Champions-League-Qualifkation darin lag, dass es gelang, ihn verletzungsfrei durch die Saison zu bekommen. "Wir hatten in diesem Jahr Glück, was Verletzungen angeht. Das ist nicht selbstverständlich", gab Teamchef Sami Hyypiä zu.

Dortmund spielt am Samstag gegen Hoffenheim, Bayer 04 in Hamburg. Das Duell Kießling gegen Lewandowski dauert noch 90 Minuten. Und beileibe nicht nur der kleine Tayler wird dem großen Blonden aus Leverkusen die Daumen drücken.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bundesliga 12/13, Bayer - Hannover: Einzelkritik

(seeg/csi/seeg)