Kai Havertz deutet mittelfristig seinen Abschied von der Werkself an

Eigengewächs von Bayer 04: Havertz will nicht ewig in Leverkusen bleiben

Kai Havertz ist in der bislang schwierigen Saison einer der konstantesten Profis der Werkself. Seit seiner frühen Kindheit trägt er das Trikot von Bayer 04. Seine Zukunft sieht der 19-Jährige aber mittelfristig nicht in Leverkusen.

19 Pflichtspiele, sieben Tore, sechs Vorlagen – die Bilanz von Kai Havertz in dieser Saison ist stark. Zuletzt begeisterte der 19-Jährige mit seinem coolen Heber zum 1:0 in Nürnberg nicht nur Fans der Werkself. Auch beim Heimspiel am Samstag gegen Augsburg (15.30 Uhr) dürfte Trainer Heiko Herrlich auf den Youngster setzen, der in dieser Spielzeit in jedem Bundesligaspiel in der Startelf stand und meistens über die volle Distanz ging. Seine überzeugenden Leistungen haben ihn zum Nationalspieler gemacht. Für viele Experten und Beobachter ist Havertz das vielversprechendste Talent im deutschen Fußball.

Kein Wunder also, dass Bayer Leverkusen das Eigengewächs bis 2022 an sich gebunden hat. 2010 wechselte er von Alemannia Aachen nach Leverkusen, wo er sämtliche Jugendmannschaften durchlief und mit 17 in der Bundesliga debütierte. Trotz seines langfristigen Vertrags deutete der gebürtige Aachener nun an, in Zukunft bei einem internationalen Topklub im Ausland spielen zu wollen. Zwar sieht er seine nähere Zukunft noch bei dem in dieser Saison strauchelnden Bundesligisten, doch ewig wird er dem Lockruf der europäischen Topklubs wohl nicht widerstehen. Es dürfte als gesicherte Erkenntnis gelten, dass er bereits bei vielen Scouts und Kaderplanern weit oben auf der Einkaufsliste steht.

„Ich glaube, im Moment bin ich in Leverkusen super aufgehoben. Ich kann mich hier noch gut entwickeln“, sagte Havertz im Interview mit Sky Sport News – und fügte hinzu: „Dass irgendwann der nächste Schritt kommen muss, ist aber auch klar.“ Er mache sich aber „im Moment keine Gedanken". Für einen Spieler in seinem Alter sind auch andere Aspekte wichtig bei der Vereinswahl: „Die Grundlage ist, dass man sich wohlfühlt. Aber als Spieler will man natürlich immer versuchen, Schritt für Schritt zu machen und immer weiterzukommen", sagte Havertz.

Dabei ist auch klar, dass Spieler mit seinem Talent die internationale Fußballbühne brauchen, um sich zu entwickeln. Derzeit droht Bayer 04 allerdings, das erklärte Saisonziel zu verpassen. Soll es noch etwas mit einem Platz im oberen Tabellendrittel werden, muss die Werkself endlich ihrem Potenzial entsprechend punkten. Sonst droht der ohnehin schon schwierige Anschluss nach oben komplett verloren zu gehen. Nach 13 Spieltagen hat Bayer als Tabellenelfter 15 Punkte auf dem Konto.

(dora/sid)
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