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Heung-Min Son, Emir Spahic und Andres Guardado sind bei der WM dabei

Bayer Leverkusen : Leverkusener Trio spielt bei der WM

Seit Donnerstag läuft sie endlich: die 20. Weltmeisterschaft. Im Aufgebot des deutschen Teams sind zwar keine aktuellen Bayer-Spieler zu finden, sehr wohl aber in den Teams von Bosnien-Herzegowina, Südkorea und Mexiko.

Autospiegel, Balkone, Sonnenbrillen - fast kein Alltagsgegenstand kommt momentan ohne die Farbkombination Schwarz-Rot-Gold aus. Denn es ist: Fußball-Weltmeisterschaft. Je näher der kommende Montag und damit das erste Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft rückt, desto euphorischer werden die Fans. Die meisten von ihnen setzen im Zeitraum des Fußballfestes in Brasilien die Vereinsbrillen ab, die RP dagegen lässt sie bewusst auf und hat sich einmal angeschaut, welche Spieler aus dem aktuellen Kader von Bayer Leverkusen am Zuckerhut um den Titel mitspielen - oder zumindest bei der WM teilnehmen.

Unter Erfolgsdruck stehen in Brasilien eine ganze Reihe von Mannschaften, nicht zuletzt die DFB-Auswahl. Doch auch das Team von Südkorea steht unter hohem Erwartungsdruck - und der Leverkusener Angreifer Heung-Min Son ist mittendrin. Als Minimalziel wurde das Überstehen der Gruppenphase formuliert, dabei lösten die Asiaten ihr WM-Ticket erst auf den letzten Drücker. Dank eines gegnerischen Eigentors im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Usbekistan sicherten sich die Südkoreaner den zweiten Platz in ihrer Gruppe hinter dem Iran. Im Fokus steht nun vor allem Son, der sich in seiner Heimat mit dem Dreierpack für Bayer gegen den Hamburger SV nahezu unsterblich machte. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison erzielte er zehn Treffer bei 31 Einsätzen. Jetzt soll der kreative und torgefährliche 21-Jährige (26 Länderspiele) auf dem Platz dafür sorgen, dass sich die Geschichte von Südkorea aus dem Jahr 2002 wiederholt: Bei der WM im eigenen Land und in Japan landete das Team auf dem vierten Rang.

Die Geschichte von Bosnien-Herzigowina in Sachen Weltmeisterschaft ist schnell erzählt. Der kleine Balkanstaat nimmt zum ersten Mal an der Endrunde teil, und bereits das ist als riesiger Erfolg zu verstehen. Entsprechend groß war die Freude des Leverkusener Verteidigers Emir Spahic (74 Länderspiele), als er für den WM-Kader nominiert wurde. Seine Leistungen im Bayer-Trikot rechtfertigen die Entscheidung von Trainer Safet Susic jedoch: Der 23-Jährige arbeitete nicht nur zuverlässig in der Defensive, sondern schoss sogar zwei Treffer und gab zwei Torvorlagen. In Bosniens Nationalelf spielt er an der Seite etlicher namhafter Stars, darunter Vedad Ibisevic (VfB Stuttgart), Edin Dzeko (Manchester City) und Sejad Salihovic (1899 Hoffenheim). Was dem Fußball-Zwerg zuzutrauen ist? Harmonieren die Routiniers, ist sportlich alles möglich. Ins Stolpern geraten könnten Spahic und seine Mannschaft jedoch aufgrund der hohen Erwartungen in ihrem Heimatland.

Erst seit wenigen Monaten ist Andres Guardado Teil der Werkself. Der 27-Jährige, der vom FC Valencia nach Leverkusen wechselte, hatte bei vier Einsätzen im Bayer-Trikot noch nicht so viel Gelegenheit, von sich reden zu machen. Anders sieht das bei der mexikanischen Nationalmannschaft aus: Hier ist der Verteidiger mit 105 Länderspielen eine feste Größe, beim Turnier in Brasilien bestreitet er bereits seine dritte Endrunden-Teilnahme. Dieses Jahr läuft für Guardado und Co. wohl alles auf einen Dreikampf um Platz zwei in Gruppe A hinaus. Hinter Brasilien sind Kroatien, Kamerun und Mexiko ebenbürtige Teams.

Und dann wäre da noch ein Leverkusener, der noch keiner ist: Josip Drmic. Der Stürmer spielt ab dem Sommer für Bayer und vorher für die Schweiz bei der WM.

(RP)