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DFB-Pokal: Bayer Leverkusen ist bei Rot-Weiss Essen ausgeschieden

1:2 nach Verlängerung : Bayer 04 scheitert sensationell bei Rot-Weiss Essen

Bayer Leverkusen ist im Achtelfinale des DFB-Pokals sensationell bei Rot-Weiss Essen gescheitert. Die Werkself war in der Verlängerung in Führung gegangen, doch der Regionalligist drehte die Partie noch um.

Das Zwischenziel hatte Rot-Weiss Essen erreicht. Nach Ablauf der regulären Spielzeit des Achtelfinals im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen prangten auf der analogen Anzeigetafel im Stadion an der Hafenstraße zwei große, schwarze Nullen. Der Favorit aus dem Rheinland tat sich auf dem tiefen Rasen erwartet schwer, RWE-Torwart Daniel Davari erwischte einen Sahnetag und auch das Aluminiumglück war der Regionalliga-Mannschaft von Coach Christian Neidhart treu. Am Ende wurde es eine Sensation: Essen setzte sich nach Verlängerung mit 2:1 (0:0, 0:1, 2:0) gegen den Bundesligisten durch und steht im Viertelfinale des Wettbewerbs.

Leverkusens Trainer Peter Bosz setzte im Vergleich zum 0:1 im Bundesliga-Topspiel vor wenigen Tagen bei RB Leipzig auf fünf Neue in der Startformation. Zum ersten Mal bildeten die Angreifer Lucas Alario und Patrik Schick von Beginn an eine Doppelspitze. Die offensive Ausrichtung machte sich bemerkbar: Allein in der ersten halben Stunde der Partie kombinierte sich die Werkself zu einer Handvoll guter Gelegenheiten. Nur das Tor traf Bayer nicht. Weder der Distanzschuss von Edmond Tapsoba noch die Versuche von Alario, Leon Bailey, Schick oder Moussa Diaby fanden ihr Ziel. Mal war Davari im Weg, mal der Pfosten und mal ein Bein eines Essener Verteidigers. RWE-Kapitän Marco Kehl-Gomez verbuchte fünf Minuten vor der Pause die beste Chance der Hausherren.

Nach dem Seitenwechsel ergab sich zunächst ein ähnliches Bild wie zu Beginn des ersten Durchgangs. Leverkusen drängte auf das Führungstor, Essen zog sich tief in die eigene Hälfte zurück und verteidigte leidenschaftlich. Diaby setzte nach 50 Minuten den nächsten Hochkaräter des Bundesligisten an den Außenpfosten und beim Kopfball von Tapsoba hatte abermals Davari seine rettenden Hände im Spiel (51.). Bosz und Bayer lief die Zeit davon. Nachdem Diaby erneut den Pfosten getroffen hatte und Charles Aránguiz im Nachschuss zum x-ten Mal an Davari gescheitert war (89.), ging es in die Verlängerung.

Bailey schien die Werkself mit seinem Tor zum 1:0 (105.) zunächst erlöst zu haben, doch Essen schlug noch einmal zurück – und wie. Erst glich Oguzhan Kefkir die Partie aus (108.), dann schoss Simon Engelmann den Viertligisten zum Sieg (117.).