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Darauf kommt es für Bayer 04 Leverkusen bei Betis Sevilla an

Neue Optionen : Darauf kommt es für Bayer 04 in Sevilla an

Am Donnerstag ist Bayer Leverkusen in der Europa League in Spanien bei Betis Sevilla zu Gast. Wir zeigen, auf welche Punkte Werkself-Coach Gerardo Seoane genau achten wird – und welche personellen Änderungen es geben könnte.

Nach dem Gipfeltreffen ist vor dem Gipfeltreffen. Für Bayer 04 kommt es am Donnerstag (18.45 Uhr) erneut zum Duell zwischen dem punktgleichen Ersten und Zweiten der Tabelle – dieses Mal in der Gruppe G der Europa League. Während die Leverkusener in der Bundesliga am Sonntag gegen München deutlich den Kürzeren zogen (1:5), will es die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane beim andalusischen Klub Betis Sevilla nun besser machen. Dafür muss sich das Team allerdings klar steigern – und zwar in allen Bereichen.

Torwart Lukas Hradecky traf bei den Gegentreffern keine Schuld: Der Finne parierte sogar noch einige gute Gelegenheiten der Bayern im zweiten Spielabschnitt. Mit einem unsauberen Zuspiel auf Jonathan Tah gleich zu Beginn der Partie trug aber auch er nicht gerade dazu bei, der verunsicherten Werkself Sicherheit zu verleihen. In Sevilla wird der 31-Jährige wieder als der gewohnt starke Rückhalt und in seiner Rolle als Kapitän gebraucht.

Abwehr Rechtsverteidiger Jeremie Fimpong zeigte gegen München sein bis dato wohl schwächstes Spiel seit seinem Wechsel nach Leverkusen. Da Timothy Fosu-Mensah nach seinem Kreuzbandriss aber vorerst nur individuell auf dem Rasen trainiert, ist der 20-Jährige auf seiner Position nahezu konkurrenzlos. In der Innenverteidigung besitzt Coach Seoane nach dem gelungenen Comeback von Edmond Tapsoba wieder eine Option mehr. Positionskonkurrent Odilon Kossounou erwischte gegen München wie so viele Bayer-Profis einen gebrauchten Tag und könnte eine Pause erhalten, gleiches gilt auch für Jonathan Tah. Piero Hincapie, der mit Ecuador zuletzt drei Länderspiele über 90 Minuten innerhalb von sechs Tagen bestritt und gegen die Bayern nicht zum Einsatz kam, stünde jedenfalls bereit. Ein Hauptaugenmerk wird Seoane wohl darauf legen, dass die Defensivreihe wieder kompakter steht und sie die Abstände zu den Sechsern nicht zu groß werden lässt. Auch eine Umstellung auf eine Dreierkette ist denkbar.

Mittelfeld Dass das Duo Kerem Demirbay/Nadiem Amiri für das defensive Mittelfeld keine Ideallösung ist, dürfte spätestens nach dem misslungen Auftritt im Top-Spiel klar sein. Der zuletzt erkältet fehlende Exequiel Palacios könnte für einen der beiden in die Mannschaft rutschen, auch Robert Andrich steht vor seiner Rückkehr auf den Rasen. Charles Aránguiz, der wegen einer Muskel-Sehnen-Verletzung bis Mitte November ausfällt, ist hingegen nicht dabei. Was die Offensive Dreierkette betrifft, stellt sich wohl nur die Frage, wer rechts und links von Florian Wirtz beginnen darf. Amine Adli, zuletzt Torschütze zum 4:0-Endstand bei Celtic Glasgow und jeweils erfolgreich bei seinen beiden Auftritten für die U21 Frankreichs, könnte anstelle des gegen München enttäuschenden Paulinho beginnen. Routinier Karim Bellarabi ist eine Alternative für Moussa Diaby auf der anderen Seite. Mehr Zielstrebigkeit im letzten Drittel, mehr Genauigkeit im Kombinationsspiel sowie ein verbessertes Durchsetzungsvermögen in den Zweikämpfen sind nach dem Debakel Ansatzpunkte, die es zu verbessern gilt.

  • Bayer Leverkusens Trainer Gerardo Seoane (r.)
    Lazarett lichtet sich : Seoane schürt den Konkurrenzkampf bei Bayer 04
  • Bayer Leverkusens Offensivspieler Nadiem Amiri (l.)
    Lob vom Trainer : Seoane sieht Bayer auf dem richtigen Weg
  • Leverkusens Pauinho (l.) und Glasgows Tony
    3:2-Sieg gegen Celtic : Leverkusen zieht ins Achtelfinale der Europa League ein

Sturm Während Patrik Schick in der Bundesliga erste Wahl ist, hat Sturmkollege Lucas Alario bislang auf internationalem Parkett stets seine Chancen von Beginn an erhalten. Daran sollte sich auch bei der Partie in Spanien nichts ändern. Der Argentinier dürfte gegen Betis Sevilla zudem besonders motiviert sein, schließlich wollte der Klub von der iberischen Halbinsel den 29-Jährigen schon vor einigen Jahren zu sich lotsen. Bislang steht Alario erst bei einem Saisontor in sechs Partien und rund 180 Minuten Spielzeit.