Bayer Leverkusen: Bayers Fahrplan: 15 Spiele in 57 Tagen

Bayer Leverkusen : Bayers Fahrplan: 15 Spiele in 57 Tagen

Mit dem morgigen Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 beginnt für die Werkself ein bis Weihnachten andauerndes Mammutprogramm: Von den nächsten acht Wochen kommen gleich sechs als Englische Wochen daher.

In der Bundesliga will Teamchef Sami Hyypiä mit seiner Mannschaft die Winterpause "in der Nähe von Platz eins verbringen".

Statistiker haben ausgerechnet, dass Sami Hyypiä heute auf den Tag genau seit 200 Tagen Teamchef von Bayer 04 Leverkusen ist. Nun wird der Finne deswegen nach dem nichtöffentlichen Training keinen Marmorkuchen und alkoholfreien Sekt in der Kabine anbieten, aber einen Moment, um innezuhalten und das bislang in seiner "Trainerkarriere" Erlebte zusammenzufassen, bietet der 200-Tage-Tag dann doch. "Ich habe viel gelernt in dieser Zeit, und ich lerne immer noch jede Woche neue Situationen kennen. Als Trainer muss man einfach an so vieles denken", sagt Hyypiä.

Den nächsten Lerneffekt würde er indes nur all zu gerne seinen Spielern überlassen, wenn sie morgen (15.30 Uhr) gegen Mainz zum zweiten Mal in dieser Hinrunde aus einer Länderspielpause in den Ligaalltag zurückkehren. Beim ersten Mal folgte eine völlig verschlafene erste Halbzeit in Dortmund. Die soll nun als Warnung dienen. "Wir müssen bereit sein im Kopf", sagt Hyypiä. Bereit, die zuletzt ordentlichen Leistungen fortzusetzen und sich mit einem Sieg gegen unbequemer Mainzer weiter in der Spitzengruppe festzusetzen.

Vorher sollten sie bei Bayer 04 allerdings noch einmal kräftig Luft holen, denn nach dem Mainz-Spiel werden sie dazu bis Weihnachten nur noch äußerst selten kommen. Ab dann stehen in 57 Tagen 15 Pflichtspiele an. Sechs Englische Wochen warten auf die Werkself in Liga, DFB-Pokal und Europa League. Übersteht Leverkusen am 31. Oktober in Bielefeld die zweite Pokalrunde, steht vor Weihnachten im Achtelfinale noch das 16. Pflichtspiel an, bevor es unter die heimischen Tannenbäume geht.

"Für uns Trainer ist es nun am wichtigsten, jedem seine Regeneration zu ermöglichen. Wir können nicht sechs Spiele hintereinander mit derselben Elf machen", sagt Hyypiä, schwächt aber gleichzeitig den Schrecken der vielen Spiele ab. "Für mich waren die Spiele immer das, was ich am meisten genossen habe. Und ich glaube, meinen Spielern geht es heute genauso."

Beim Auftakt ins Mammutprogramm muss die Werkself wohl auf Sidney Sam verzichten, dem muskuläre Probleme zu schaffen machen. Bei Stefan Reinartz zwickt einmal mehr die Leiste, und Ömer Toprak musste wegen Rückenbeschwerden kürzer treten. Die Muskelverletzung von Dani Carvajal vom Dienstag soll dagegen nicht besonders schwerwiegend sein. Und Lars Bender ist ja auch wieder da nach seiner Kniereizung. "Bei ihm sieht alles gut aus für Samstag", sagt Hyypiä.

Bis Weihnachten kann sich für Bayer also auf allen drei Hochzeiten vieles entscheiden. Wobei für seinen Teamchef der Fokus klar auf der Liga liegt. "Niemand erinnert sich daran, ob du im Pokal oder Europacup im Halbfinale standest. Die Bundesliga ist entscheidend", sagt er. Und in der hat er eine Region vor Augen, in der er überwintern will: "In der Nähe von Platz eins".

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(RP/rl/seeg/rm)
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