Bayer Leverkusens nächster Gegner SC Paderborn im Check

SC Paderborn im Check : Schnelles und mutiges Umschaltspiel aus Ostwestfalen

Der SC Paderborn hat sich innerhalb von zwei Jahren vom Dritt- zum Erstligisten gemacht. Der Erfolg trägt vor allem die Handschrift von Trainer Steffen Baumgart.

Das ist neu Eine weitgehend unbekannte Mannschaft wirbelt sich innerhalb von zwei Jahren von der dritten in die erste Liga – Paderborn nimmt jede erdenkliche Außenseiterrolle ein. Denn wo andere Aufsteiger auf Erfahrung setzen, bleibt der SCP eine Wundertüte. Lediglich Torhüter Jannik Huth und Linksverteidiger Gerrit Holtmann sammelten etwas Bundesligaerfahrung bei Mainz 05, die anderen Zugänge kommen teilweise aus der dritten Liga (Johannes Dörfler vom KFC Uerdingen) oder sogar aus der Regionalliga wie Angreifer Streli Mamba (Energie Cottbus). Die meisten Aufstiegshelden blieben dabei: Nur Spielmacher Philipp Klement (VfB Stuttgart) und der schnelle Bernhard Tekpetey (Fortuna Düsseldorf) verließen den Verein.

Die Mannschaft Erfahrung ist Mangelware. Nur die Abwehr-Routiniers Uwe Hünemeier und Christian Strohdieck erlebten schon 2014/15 das erste Bundesliga-Jahr der Ostwestfalen, andere Spieler wie Innenverteidiger Luca Kilian (kam von Borussia Dortmund II) haben gerade den Sprung in den Seniorenfußball hinter sich. Vergangene Saison funktionierte dieses Konzept. Ob das auch in der Bundesliga klappt, ist die große Frage.

Der Trainer Steffen Baumgart ist der personifizierte Erfolg – und ein Offensivgeist. Seine Mannschaft attackiert im 4-2-2-2 meist schnörkel- und gnadenlos, schnell, effizient und konsequent. Um Zweitligisten zu überrennen reichte das. Eine Etage höher dürfte indes mehr als ein Knalleffekt nötig sein.

Darauf muss Bayer 04 achten Das Umschaltspiel beherrscht Paderborn exzellent, besonders über die schnellen Flügel.

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