Bayer Leverkusen: Ulf Kirsten schwärmt von Juwel Kai Havertz

„Top-Talent der vergangenen 20 Jahre“: Ulf Kirsten schwärmt von Bayer-Juwel Kai Havertz

Ulf Kirsten ist eng mit Bayer 04 Leverkusen verbunden. Oft sieht er sich beim Training unterm Bayer-Kreuz um. Dort kommt er besonders wegen eines Spielers ins Schwärmen.

Als Fußball-Rentner hat Ulf Kirsten viel Zeit. Diese nutzt die Vereinslegende von Bayer Leverkusen unter anderem dazu, um sich die Einheiten der Werkself anzuschauen. So auch in dieser Woche. Am Rande des Trainings äußerte sich der 52-Jährige zur aktuellen Situation unter dem Bayer-Kreuz.

„Ein bisschen holprig“ sei der Saisonstart gewesen, sagte Kirsten. „Wenn man aber die vergangenen drei Spiele betrachtet, auch wenn die Partie gegen Hoffenheim verloren wurde, waren das spielerisch starke Leistungen. Es wird die ganze Saison Rückschläge geben, aber wenn man an der spielerischen Leistung festhält, ist das schon okay.“

Noch immer ist Kirsten dem Klub aus dem Rheinland eng verbunden. Wenn er über die Werkself spricht, rutscht dem fünfmaligen Bundesliga-Torschützenkönig nicht selten ein „Wir“ über die Lippen. Von 1990 bis 2003 lief der wegen seiner pechschwarzen Haare „Schwatten“ gerufene Angreifer für Bayer 04 auf und prägte eine Ära in Leverkusen. Die Leistungen des Teams von Trainer Heiko Herrlich, das am Donnerstag (21 Uhr) in der Europa League gegen den FC Zürich mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Zwischenrunde machen kann, beobachtet er genau.

„Offensiv sind wir richtig stark, defensiv lastet zu viel auf den beiden Bender-Zwillingen. Sie sind die Leader dieses Teams, lenken und leiten das Spiel“, analysierte Kirsten. Er würde sich wünschen, dass die Mannschaft insgesamt kompakter stehe. „Das fängt vorne an. Das ist nicht bloß die Abwehr, sondern die gesamte Mannschaft, die defensiv arbeiten muss. Aber wir sind sehr offensiv geprägt und orientiert, das macht es natürlich schwierig.“

Ob in der Winterpause über personelle Verstärkung nachgedacht werden müsse, glaubt er nicht. „Das ist immer schwierig, da man im Winter eigentlich nicht das bekommt, was man will.“ Neben den Bender-Zwillingen Lars und Sven begeistert den ehemaligen Torjäger (181 Tore in 350 Spielen) vor allem Kai Havertz. „Er ist das Top-Talent der vergangenen zehn, 20 Jahre, das jetzt den Weg nach oben geschafft hat. Davor gab es immer mal wieder gute Spieler, die aus der Jugend gekommen sind, aber nicht von seiner Qualität“, sagte Kirsten.

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