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Bayer Leverkusen soll an Jeremiah St. Juste aus Mainz interesse haben

Transfergerücht im Check : Schnappt sich Bayer Jeremiah St. Juste?

In Bayer Leverkusens Gerüchteküche checken die RP-Reporter die neuesten Transfergeschichten rund um die Werkself. Heute: Der niederländische Innenverteidiger Jeremiah St. Juste vom FSV Mainz 05.

Der FSV Mainz ist so etwas wie das Team der Stunde. In der Winterpause hätte wohl kaum noch jemand darauf gewettet, dass die Rheinhessen noch den Klassenerhalt sichern könnten. Gerade einmal sechs Punkte aus 13 Spielen standen in der Bilanz. Der Klub reagierte und sortierte sich auf allen Ebenen neu. Bo Svensson wurde als Trainer installiert, Christian Heidel kehrte als Sportvorstand zu den 05ern zurück und der frühere Coach Martin Schmidt als Sportdirektor. Inzwischen hat Mainz 31 Spiele absolviert und steht mit 35 Punkten auf Platz zwölf. Nur eins der vergangenen zwölf Ligaduelle ging verloren, unter anderem wurde der FC Bayern 2:1 geschlagen. Jeremiah St. Juste hat als Stammspieler in der Mainzer Abwehr Anteil am Aufschwung.

Das Gerücht Dass die Verantwortlichen des Werksklubs Verstärkungen für die Defensivabteilung suchen, ist kein Geheimnis. Nach Informationen von „Sport1“ ist Bayer an Jeremiah St. Juste interessiert. Der 24-jährige Defensiv-Allrounder hat mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. In Mainz hat er jedes Ligaspiel von Anfang bis Ende durchgespielt, nur die Partien in Dortmund und gegen Wolfsburg verpasste er mit Oberschenkelproblemen. Der Niederländer soll eine Ausstiegsklausel im Vertrag haben, die jedoch „angesichts der neuen Transfermarktverhältnisse nicht mehr zu halten ist“, wie es in dem Bericht heißt. Stattdessen wird über eine Ablösesumme zwischen 15 und 20 Millionen Euro spekuliert. Der Marktwert des 1,84 Meter großen Abwehrspielers wird auf zehn Millionen Euro geschätzt. Sein Vertrag in Mainz läuft bis 2023.

Die Situation In der Defensive der Werkself steht ein deutlicher Umbruch an. Sven und Lars Bender beenden ihre Karrieren, Tin Jedvaj gilt ebenso als Wechselkandidat, wie Nationalspieler Jonathan Tah, der nach knapp sechs Jahren im Klub wohl nichts gegen einen Tapetenwechsel hätte, wenn sich etwas ergibt. Aleksandar Dragovic wird Bayer im Sommer verlassen. Neben Roter Stern Belgrad und Dinamo Moskau wird auch dem 1. FC Köln gesteigertes Interesse an einer ablösefreien Verpflichtung des österreichischen Nationalspielers nachgesagt, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Kurz gesagt: Wer in der kommenden Saison an der Seite von Edmond Tapsoba in der Innenverteidigung spielt, ist ungewiss. Es besteht Handlungsbedarf.

Die Einschätzung Jeremiah St. Juste hat viele Qualitäten. Der Niederländer ist aber vor allem schnell und hat einen starken Antritt. Er belegt in der ligaweiten Saisonstatistik mit einer gemessenen Geschwindigkeit von 35,78 Stundenkilometern Platz drei. Dazu ist er sicher im Passspiel, zweikampf- sowie kopfballstark und mit seinen 24 Jahren noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. 2019 wechselte er von Feyenoord Rotterdam für kolportierte acht Millionen Euro nach Mainz. Seitdem hat er sich zu einem der stabilsten Innenverteidiger der Liga entwickelt. Ebenfalls für ihn spricht seine Variabilität. St. Juste kann auch hinten rechts oder im defensiven Mittelfeld spielen.

Bereits im Winter soll der Mainzer seine Vorgesetzten darüber informiert haben, den Verein im Sommer verlassen zu wollen. Seine Zukunft sieht er woanders. Leverkusen wäre nach zwei Jahren mit Mainz im unteren Tabellendrittel ein logischer nächster Entwicklungsschritt für ihn in der Bundesliga. Ein Transfer würde für beide Seiten Sinn ergeben und der Niederländer passt absolut ins Leverkusener „Beuteschema“ vergangener Transfers – zumal die Ablösesumme für Bayer zu stemmen wäre. Allerdings gibt es wohl auch weitere Interessenten, unter anderem auch aus der stets reizvollen Premier League.