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Bayer Leverkusen: Simon Rolfes schließt verfrühten Havertz-Transfer aus

Bayer richtet Blick auf Europa League : Rolfes schließt verfrühten Havertz-Transfer aus

Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes betont, dass es vor dem Ende der Europa League keine Abgänge geben wird, sagt aber mit Blick auf das deutlich länger als sonst offene Transferfenster: „Es wird noch ein langer Sommer.“

Das DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München war kaum abgepfiffen, da ging es auch schon wieder um die wohl elektrisierendste Personalfrage der Bundesliga: Was wird aus Kai Havertz? Aus England war zu hören, dass sich der FC Chelsea intensiv um den 21-jährigen Nationalspieler der Werkself bemühen will und bereits seinen Kader entrümpelt, um den Transfer stemmen zu können. Ein konkretes Angebot der „Blues“ gibt es aber dem Vernehmen nach bisher nicht.

Auch der FC Liverpool und Real Madrid gelten unter anderem als interessiert  – ebenso, wie der FC Bayern, dessen Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge allerdings betonte, dass der Transfer in diesem Sommer für den Rekordmeister, der sich unlängst mit Leroy Sané verstärkte, nicht zu stemmen sei. Leverkusens Sportgeschäftsführer Rudi Völler sagte seinerseits zuletzt immer wieder, dass unter 100 Millionen Euro Ablöse nichts zu machen sei. Einen Zwang, Havertz zu verkaufen, gebe es nicht. Der Vertrag des wechselwilligen Leistungsträgers läuft bis 2022.

Die Personalie beschäftigt freilich auch Bayers Sportdirektor Simon Rolfes intensiv – trotz der rund zweiwöchigen Verschnaufpause für die Werkself, die am 23. Juli in die Vorbereitung auf die Europa League startet. Im August soll der wegen der Corona-Pandemie im März abgebrochene Wettbewerb, in dem Bayer nach dem 3:1-Hinspielsieg bei den Glasgow Rangers beste Chancen auf das Viertelfinale hat, fortgesetzt werden – allerdings unter anderen Vorzeichen. Ab der Runde der letzten Acht gibt es keine Rückspiele mehr, zudem werden alle Spiele in Nordrhein-Westfalen ausgetragen, genauer gesagt in Düsseldorf, Duisburg, Gelsenkirchen und Köln, wo auch das Endspiel steigen soll.

„Urlaub ist relativ“, sagt Rolfes mit Blick auf die Vorbereitung auf die Transferperiode, die sich in diesem Jahr deutlich verschoben hat. Sie beginnt in Deutschland Mitte Juli und dauert bis zum 5. Oktober. „Die Vorbereitungen machen wir weiterhin, wie auch schon in den vergangenen Wochen und Monaten. Das ist immer grundsätzlicher Art, weil man nie genau weiß, was in dieser Phase passiert“, sagt Rolfes.

In einer Sache ist sich der 36-Jährige aber sicher: Havertz wird die Europa League mit Leverkusen spielen. Vorher ist ein Wechsel so gut wie ausgeschlossen. „Es ist für mich selbstverständlich, dass wir mit dem gesamten Kader die Saison zu Ende spielen“, bekräftigt Rolfes. „Wir haben große Ziele in der Europa League und deswegen sind alle Spieler dabei.“ Darüber hinaus gebe es keinen neuen Stand. „Es ist weiterhin auch offen, dass er vielleicht noch ein Jahr bei uns spielt.“

So oder so sei durch die Corona-Situation alles anders als vorher: „Das hat alle Vereine wirtschaftlich schwer getroffen. Außerdem spielen zum Beispiel noch Italien, England und Spanien ihre Ligen.“ Das Transferfenster sei auch noch offen, wenn die kommende Bundesligasaison bereits bereits laufe. Rolfes betont: „Es wird noch ein langer Sommer.“