1. Sport
  2. Fußball
  3. Bayer 04 Leverkusen

Bayer Leverkusen: Rudi Völler spricht über Havertz und Borussia Mönchengladbach

Rudi Völler über Borussia : „Gladbach wirkt dieses Jahr sehr stabil“

Rudi Völler hat erneut bekräftigt, mit Bayer Leverkusen in der kommenden Spielzeit in der Champions League spielen zu wollen. Borussia Mönchengladbach lobte der Weltmeister von 1990 dabei explizit. Auch zu Kai Havertz äußerte er sich.

Rudi Völler geht offenbar von einem Abschied von Nationalspieler Kai Havertz im Sommer aus. "Ich bin froh, dass wir ihn dieses Jahr noch gehalten haben", sagte der Sportgeschäftsführer von Bayer Leverkusen vor dem Europa-League-Hinspiel am Donnerstag (18.55 Uhr/RTL) gegen den FC Porto in einem Interview in der Sendung "100% Bundesliga - Fußball bei Nitro", "wie es im Sommer aussieht, das werden wir dann sehen."

Völler weiß, dass es schwer wird, Havertz zu halten. "Er hat noch Vertrag bis 2022 - das sind natürlich die klassischen Fakten", so der Weltmeister von 1990, der vor der laufenden Saison bereits intensive Überzeugungsarbeit leisten musste. "Im Sommer gab es schon Interesse, aber wir haben ihm erklärt, dass es ihm guttut, wenn er noch ein Jahr bei uns bleibt. Und das war auch eine richtige Entscheidung."

Der 20 Jahre alte Havertz gilt als das größte Talent des deutschen Fußballs. Der gebürtige Aachener befand sich jedoch in der Hinrunde in einem Formtief. Im Dezember wurde er bei seiner Auswechslung im Heimspiel gegen Hertha BSC (0:1) von den eigenen Fans sogar ausgepfiffen. Dagegen stand offenbar ein 125-Millionen-Euro-Angebot des FC Liverpool um Trainer Jürgen Klopp. Zuletzt hatte Havertz wieder zu seiner alten Stärke gefunden.

Rudi Völler: „Gladbach wirkt dieses Jahr sehr stabil“

Völler sprach zudem über die aktuelle Lage von Bayer Leverkusen. Er betonte erneut, dass das Ziel der Werkself sei, am Ende der Saison auf einem Champions-League-Rang zu stehen. „Wir versuchen, den Klubs vorne Angst einzujagen“, sagte Völler. „Natürlich auch in dem Wissen, dass es schwieriger wird. Die Klubs vorne machen das sehr gut. Gladbach, die wir letztes Jahr in der Rückrunde noch eingeholt haben, wirkt dieses Jahr sehr stabil.“

Auch zu dem Rücktritt von Jürgen Klinsmann hat der Weltmeister von 1990 eine Meinung. Laut Völler habe Klinsmann den Trainerjob bei Hertha BSC „auch ein bisschen unterschätzt“. Es sei etwas anderes „als Nationaltrainer, egal jetzt ob in Deutschland oder der USA“, sagte er. Im Tagesgeschäft der Bundesliga müsse sich der Trainer „jeden Tag kümmern. Das ist eine große Aufgabe, auch den Dampfer zu lenken.“

Klinsmann (55), einst Sturmpartner von Völler in der Nationalmannschaft und später Nachfolger des 59-Jährigen beim DFB als Bundestrainer, hatte seine Arbeit in Berlin in der vergangenen Woche völlig überraschend via Facebook für beendet erklärt und dies auch mit Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Klubs begründet. „Es war schon ein etwas ungewöhnlicher Abgang“, sagte Völler. „Ich weiß nicht, ob es eine Kurzschlusshandlung war. Das weiß nur er selbst.“

(pabie/sid)