Werkself punktet erneut Bayer feiert gegen Stuttgart dritten Sieg in Serie

Leverkusen · Moussa Diaby und Jonathan Tah erzielen bei Bayer Leverkusens 2:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart die Tore. Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso verabschiedet sich mit einer Mini-Serie in die WM-Pause.

 Leverkusens Nadiem Amiri (l.) und Stuttgarts Atakan Karazor im Duell um den Ball.

Leverkusens Nadiem Amiri (l.) und Stuttgarts Atakan Karazor im Duell um den Ball.

Foto: dpa/David Inderlied

Bayer Leverkusen hat die letzte Englische Woche des Jahres mit der maximalen Ausbeute abgeschlossen. Nach den Siegen gegen Union Berlin (5:0) und beim 1. FC Köln (2:1) folgte ein 2:0 (1:0) gegen den VfB Stuttgart. Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso hat sich damit vorerst im Tabellenkeller freigeschwommen und beendet das Halbjahr mit 18 Punkten. Die Schwaben hingegen bleiben bei 14 Zählern und rutschen nach der Niederlage auf den Relegationsplatz ab.

Alonso veränderte seine Startelf auf drei Positionen. Robert Andrich musste wegen seiner fünften Gelben Karte aus dem Spiel gegen den 1. FC Köln passen, dazu nahmen Callum Hudson-Odoi und Adam Hlozek vorerst auf der Bank Platz. Stattdessen standen Kerem Demirbay, Nadiem Amiri und Amine Adli in der Anfangsformation. Nicht im Kader waren Odilon Kossounou (Oberschenkelprobleme) und Patrik Schick, der nach wie vor Adduktorenbeschwerden hat. Für Florian Wirtz und Sardar Azmoun kam die Partie gegen den VfB zu früh.

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Die Anfangsphase verlief verhalten. Beide Mannschaften agierten kompakt und abwartend, erst ein Doppelpass von Moussa Diaby und Jeremie Frimpong öffnete die ersten Räume. Der gerade erst in die niederländische WM-Auswahl berufene Niederländer startete durch Richtung Grundlinie, seine Hereingabe auf Adli vor dem Tor der Gäste geriet aber etwas zu ungenau für einen gefährlichen Abschluss des jungen Franzosen. Stattdessen ging der Schuss aus Rücklage rechts vorbei (11.).

Abgesehen davon spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab. Leverkusen hatte mehr vom Spiel und strahlte zumindest latente Gefahr aus, Stuttgart beschränkte sich auf solide Abwehrarbeit und rückte nur sporadisch in die gegnerische Hälfte vor, denn die Werkself war ebenfalls um defensive Stabilität bemüht. Einen Versuch, etwas gegen die frappierende Auswärtsschwäche der Schwaben zu tun, unternahm Naouirou Ahamada nach etwa 25 Minuten, doch der Ball rutschte ihm bei seinem Kopfballversuch über den Scheitel.

Bayer übernahm dann allerdings zunehmend die Initiative. Diabys weit am langen Eck vorbeigezielter Versuch und Adlis letztlich geblockter Vorstoß in den Stuttgarter Strafraum brachten zwar vorerst nichts Zählbares, und die bis dahin beste Gelegenheit setzte Adli nach einer Ecke mit seinem Schuss vom Elfmeterpunkt links neben das Tor (29.), aber eine Minute später war Diaby dann doch mit dem überfälligen 1:0 zur Stelle. Mit unfreiwilliger Unterstützung von Waldemar Anton, der den Schuss von der Strafraumgrenze mit der Hüfte unhaltbar für VfB-Keeper Florian Müller abfälschte, landete der Ball im rechten Eck (30.). Kurz vor der Halbzeit gab es noch einen Freistoß von der rechten Strafraumkante für die Werkself, den Demirbay ans rechte Außennetz zirkelte (44.).

So ging es nach farblosem Start letztlich doch mit einer verdienten Führung für die Werkself in die Kabinen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die ersatzgeschwächten Stuttgarter bemerkenswert wenig zu bieten hatten, um Bayer ernsthaft in die Bredouille zu bringen. Der VfB kam zwar mit etwas mehr Elan aus der Pause, aber wirklich zwingend war das alles nicht, was das Team von Interimstrainer Michael Wimmer auf den Rasen brachte. Nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld setzte Serhou Guirassy zu einem Kopfball an, verfehlte sein Ziel aber klar (59.).

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Ein blitzartiger Konter der Werkself hätte beinahe das 2:0 gebracht, doch Frimpong traf nach schöner Hereingabe von Diaby, der zuvor von Adam Hlozek auf die Reise geschickt wurde, nur den Querbalken (64.). Dass Frimpong bei seinem vermeintlichen Treffer zum 2:0 knapp im Abseits stand (77.), trübte die Stimmung der Leverkusener Fans nur kurz, denn Jonathan Tah war in der Schlussphase nach einer Ecke doch noch mit dem 2:0 zur Stelle und machte den halbwegs versöhnlichen Abschluss eines turbulenten Fußballjahres unter dem Bayer-Kreuz perfekt (82.).

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